Kirchensteuerrat besucht Hildegardis-Schule in Hagen: Ein überzeugender Schulneubau

Beratungsgremium besichtigt das neue Schulgebäude der vom Erzbistum Paderborn getragenen Schule

Die auswärtige Sitzung des Kirchensteuerrates des Erzbistums Paderborn fand jetzt in der Hildegardis-Schule in Hagen statt. Links eine Skulptur der heiligen Hildegard von Bingen, Namenspatronin der vom Erzbistum getragenen Schule.pdp / Thomas Throenle Paderborn / Hagen, 18. Juni 2018. Die turnusmäßigen Sitzungen des Kirchensteuerrates des Erzbistums Paderborn werden einmal im Jahr durch eine auswärtige Sitzung bereichert. Dabei informiert sich das Beratungsgremium des Paderborner Erzbischofs vor Ort über die Umsetzung unter anderem von pastoralen Projekten und Baumaßnahmen, für die der Kirchensteuerrat finanzielle Mittel bewilligt hat. Jetzt stand für das Gremium die Hildegardis-Schule in Hagen auf dem Besuchsprogramm, deren umfangreichen Neu- und Umbauarbeiten rund 24 Millionen Euro gekostete. In der anschließenden Sitzung beschloss der Kirchensteuerrat, den Punktewert für die Schlüsselzuweisungen der Kirchengemeinden um 3,5 Prozent auf 2,06 Euro für das Jahr 2019 zu erhöhen.      

Der kommissarische Schulleiter der Hildegardis-Schule in Hagen, Albert Contzen, begrüßte die Mitglieder des Kirchensteuerrates des Erzbistums und sprach den Dank der rund 800 Schülerinnen und Schülern und rund 70 Lehrerinnen und Lehrer aus: „Die Schulgemeinschaft dank Ihnen herzlich für den Neubau und die Umgestaltung der Hildegardis-Schule. Hier ist ein Ort des Lernens und Lehrens neu entstanden, der für uns auch ein Lebens- und Begegnungsort ist. Wir fühlen uns in unserer ‚Hilde‘ sehr wohl.“ Dass die vom Erzbistum Paderborn bereitgestellten Kirchensteuermittel gut investiert wurden in der Schule, davon konnten sich die Kirchensteuerratsmitglieder bei einem Rundgang überzeugen. Sie konnten dabei verschiedene Fachräume und Klassenzimmer in Augenschein nehmen, ebenso die neue Turnhalle und die neue Mensa. Die neue Kapelle und auch die Studiobühne für Theater- und Filmaufführungen beeindruckten. Ebenso überzeugten die Außenanlage der Hildegardis-Schule, beispielsweise fielen die Bienenkörbe für den eigenen Hilde-Honig ins Auge.  

Die Mitglieder des Kirchensteuerrates nahmen den Neu- und Umbau der Schule bei einem Rundgang in Augenschein. Rechts: Generalvikar Alfons Hardt.pdp / Thomas Throenle „Der Neubau und Umbau der Hildegardis-Schule war eine der größten Investitionen, die wir umgesetzt haben“, informierten Generalvikar Alfons Hardt und der Leiter der Hauptabteilung Finanzen im Erzbischöflichen Generalvikariat, Dirk Wummel. „Entstanden ist ein moderner und zugleich zweckmäßiger Schulbau, auf den wir stolz sind.“ Generalvikar Hardt ergänzte: „Wir freuen uns, dass wir hier zahlreichen Schülern verlässlich hervorragende Lernbedingungen und den Lehrern gute Arbeits- und Lehrbedingungen bereitstellen können. Gott begleite unsere Schule und die hier tätigen Menschen mit seinem Segen.“  

Im Anschluss an die Führung durch die Schule berieten die Mitglieder des Kirchensteuerrates des Erzbistums Paderborn über die Rahmenbedingungen für das Haushaltsjahr 2019. Der Kirchensteuerrat beschloss, den Punktwert der Schlüsselzuweisungen an die Kirchengemeinden um 3,5 Prozent auf 2,06 Euro für das Jahr 2019 zu erhöhen. Zudem wurde eine Baupauschale festgesetzt mit 3.000 Euro für jedes betriebsnotwendige Gebäude der Kirchengemeinden – das sind im Erzbistum Paderborn 2.300 Gebäude. Auch die Technikpauschale wird in Höhe von 1.000 Euro je zuschussfähiges Gebäude an die Kirchengemeinden des Erzbistums ausbezahlt – diese Pauschalzahlung betrifft rund 1.700 Gebäude. „Wir sind dankbar, dass wir als Kirchensteuerrat ein verlässlicher Partner der Kirchengemeinden und Einrichtungen des Erzbistums Paderborn sind“, sagten Generalvikar Alfons Hardt und Finanzdezernent Dirk Wummel.      

Insbesondere die Kapelle beeindruckte die Mitglieder des Kirchensteuerrates.pdp / Thomas Throenle Stichwort: Kirchensteuerrat des Erzbistums Paderborn  

Der Kirchensteuerrat für den in Nordrhein-Westfalen gelegenen Teil der Erzdiözese Paderborn besteht aus 22 Mitgliedern. Es sind überwiegend gewählte Vertreter aus den Kirchengemeinden sowie aus dem Priesterrat der Erzdiözese Paderborn. Die Amtszeit des Kirchensteuerrates beträgt fünf Jahre.   In der Satzung des Kirchensteuerrates sind folgende Aufgaben für das Gremium umschrieben:

  • Festsetzung der Höhe der Kirchensteuer unter Berücksichtigung des kirchlichen Finanzbedarfs
  • Beschluss der Richtlinien für die Verteilung der Kirchensteuer
  • Entscheidung über Erlass und Stundung der Kirchensteuer  

Die Beschlüsse erlangen Rechtskraft durch die Zustimmung des Erzbischofs. Die jährliche Festsetzung des Kirchensteuerhebesatzes bedarf der staatlichen Anerkennung.   Im Kirchensteuerrat werden unterschiedliche Fragen und Maßnahmen der Finanzverwaltung des Erzbistums Paderborn erörtert und viele Initiativen auf den Weg gebracht, wie in vergangenen Jahren etwa das Familienheim-Hilfswerk, die Einrichtung des Katastrophenfonds, Hilfen zum Schutz ungeborenen Lebens oder Arbeitslosen-Hilfsmaßnahmen.