Gebündelter Datenschutz der Katholischen Kirche

Generalvikar Alfons Hardt segnet Katholisches Datenschutzzentrum der NRW-Bistümer

Der Paderborner Generalvikar Alfons Hardt (rechts) segnete am Donnerstag die neuen Räume des Katholischen Datenschutzzentrums der fünf NRW-Bistümer in der Kommende Dortmund. Hier mit dem Leiter Steffen Pau (links) und Mitarbeiter Michael Tegethoff.pdpDortmund, 14. Juni 2018. Die neuen Räume des Katholischen Datenschutzzentrums im Gebäude der Kommende Dortmund wurden am Donnerstag von Generalvikar Alfons Hardt gesegnet. Mit der Einrichtung eines zentralen Datenschutzzentrums hatten die nordrhein-westfälischen (Erz-)Bistümer Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn ihr Engagement im Bereich des Datenschutzes mit Wirkung zum 1. September 2016 gebündelt.

Der Leiter des Katholischen Datenschutzzentrums (KDSZ) in Dortmund, Steffen Pau, und fünf weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ihre Büros unter dem Dach der Kommende, dem Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, bezogen. Das Katholische Datenschutzzentrum ist eine selbstständige Körperschaft des öffentlichen Rechts, welche die gesetzliche und vom Europäischen Gerichtshof geforderte Unabhängigkeit garantiert.

Als Aufgabe des Katholischen Datenschutzzentrums beschreibt dessen Leiter Steffen Pau: „Hier war und ist vor allem die Erläuterung und Hilfestellung zum neuen Gesetz über den Kirchlichen Datenschutz wichtig. Aber neben aller Beratung und Hilfestellung bleibt die gesetzlich geforderte Funktion der Aufsicht das prägende Merkmal.“ Nach dem Grundgesetz ist die katholische Kirche berechtigt, den Bereich des Datenschutzes eigenverantwortlich zu regeln.

„Beim Kirchlichen Datenschutz geht es darum, das Recht des Einzelnen auf den Schutz seiner Daten gegenüber dem Recht des Stärkeren zu schützen“, erklärte der Paderborner Generalvikar Alfons Hardt. Nach einem Wortgottesdienst in der Kapelle der Kommende segnete er die neuen Büros. Generalvikar Hardt betonte, dass es sich bei der neuen Einrichtung der NRW-Bistümer nicht allein um eine Aufsichtsbehörde handele, sondern es vielmehr auch eine pastorale Dimension gebe, eben den Ausgleich zwischen dem Starken und dem Schwachen. Dafür stehe auch der heilige Ivo Hélory (1253-1303), dessen Darstellung im Dienstsiegel des Katholischen Datenschutzzentrums zu erkennen ist. Der Heilige Ivo ist unter anderem Schutzheiliger der Richter und Rechtsanwälte.

Freuen sich über das neue Katholische Datenschutzzentrum der fünf NRW-Bistümer mit Sitz in der Kommende Dortmund (v.l.): Stefan Hänel (Bistum Essen), Diethelm Schaden (Bistum Münster), Prälat Dr. Peter Klasvogt (Kommende), Dr. Burkhard Kämper (Katholisches Büro in Düsseldorf), Generalvikar Alfons Hardt (Erzbistum Paderborn), Ursula Becker-Rathmaier (Katholisches Datenschutzzentrum Frankfurt a.M.) und Steffen Pau (Katholisches Datenschutzzentrum Dortmund).pdpSteffen Pau freute sich als Leiter des Katholischen Datenschutzzentrums über die modernen und freundlichen Büroräume, die in einer elfmonatigen Bauphase unter dem Dach der Kommende entstanden sind und sehr gute Arbeitsbedingungen bieten würden. „Das von uns gewählte Modell der unabhängigen Körperschaft ist sowohl für die NRW-Bistümer, als auch darüber hinaus ein Erfolgsmodell“, erklärte Steffen Pau.