Begeistern für den Glauben

Die CREDO-Convention in der Dortmunder Kreuzkirche inspirierte junge Menschen für die Mission

Die Outbreakband mit Frontfrau Mia Friesen rockte das Konzert zum Start der CREDO-Convention.Dirk Lankowski Paderborn/Dortmund, 11. Juni 2018. „CREDO – Glauben leben. Handeln.“ Unter diesem Titel stand die CREDO-Convention am 8. & 9. Juni 2018 im Dortmunder Kreuzviertel. Die junge Glaubensinitiative des Jugendhauses Hardehausen, YOUNG MISSION, hatte junge Menschen und Verantwortliche in der Kirche eingeladen, die sich nach neuen Glaubensformaten sehnen und einen missionarischen Aufbruch starten wollen. Für die Teilnehmer gab es einen Mix aus Worship, missionarischen Impulsen, Gebet, Austausch, Eucharistiefeier, Willkommenskultur und einem Konzert mit der Outbreakband.

Laute Bässe dröhnen aus der Dortmunder Kreuzkirche. Mehr als 300 Jugendliche und junge Erwachsene feiern am Freitagabend zum Eröffnungskonzert mit der Outbreakband. Die Stimmung ist emotional. Seichte Klänge sorgen für zahllose Gänsehautmomente und berühren die Besucher sichtbar. Viele legen die Hände aufs Herz oder öffnen sie zu einer Geste des Empfanges. Im gemeinsamen Gebet lädt Frontsängerin Mia Friese die Anwesenden ein: „Lade Jesus in dein Herz ein.“ Wer seinen Glauben lebe und ausstrahle, verändere die Atmosphäre in seinem Leben und auch in seinem Umfeld. Nach Mias Impuls bringt die Outbreakband die Kirche weiter zum Beben. Zu christlichen Popsongs tanzen, springen und feiern die Konzertbesucher ihren Glauben.

Das Konzert der Outbreakband ist Teil der CREDO-Convention, einem neuen Veranstaltungsformat für junge Christen, das das Leitungsteam der Initiative YOUNG MISSION um Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder organisiert hat. „Wir wollen Menschen zusammenführen, die glauben, dass Kirche einen neuen Aufbruch braucht. Wir glauben, dass viel möglich ist in der Kirche“, sagt Schröder bei der Eröffnungsfeier. Ziel der CREDO-Convention ist der Austausch über das Thema Mission. Wenn sich Menschen von Jesus berühren lassen und seine gute Botschaft weitertragen, wachse die Gemeinschaft weiter.

Darüber, wie das konkret in Dortmund funktioniert, berichtet unter anderem Kristina Sobiech, Ehrenamtskoordinatorin bei der Young Caritas Dortmund. „Wir gehen raus mit unserem Glauben, anstatt nur in der Kirche zu warten“, berichtet sie. Mit Aktionen an öffentlichen Plätzen komme die Gruppe im Alltag mit Menschen ins Gespräch.

Otto Neubauer aus Wien, Leiter der Akademie für Evangelisation der Gemeinschaft Emmanuel, gehörte zu den drei Hauptreferenten der Convention.Dirk Lankowski Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch Otto Neubauer. Er leitet in Wien die Akademie für Evangelisation der Gemeinschaft Emmanuel. Enthusiastisch und mitreißend stellt er seine Idee vor. Er lädt ein in Wiener Bars und Caféhäuser, um unter anderem mit Kardinal Christoph Schönborn und Nicht-Gläubigen über Gott und die Welt zu sprechen. Sein persönlich liebster Weg der Mission: „Ladet Menschen zum Essen ein.“ Essen schaffe Verbindung und sei ein großer Freundschaftsbeweis: Sich anschauen und reden miteinander – von Herz und Herz. „Jesus hat unentwegt mit Menschen gesprochen.“

Junge Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit abholen und ansprechen. Das tut auch YOUPAX – das junge Glaubensportal des Erzbistums Paderborn. Im Dezember vergangenen Jahres erhielt die Website einen Relaunch. „Kirche muss gut aussehen“, erklärt Redakteur Dirk Lankowski in seinem Vortrag. Die neuen, starken Bildmarken aktueller Evangelisierungsprojekte des Erzbistums seien kampagnenfähig – ein wichtiger Faktor, um möglichst effektiv viele Menschen zu erreichen. Darüber, wie der Dialog über den eigenen Glauben im Alltag stattfinden kann, darüber spricht das YOUPAX-Team im Anschluss an den Vortrag in Kleingruppen mit den Convention-Teilnehmenden. Bei der Diversität der Diskussionsergebnisse sind sich die Gruppen einig: Es ist wichtig, den eigenen Glauben aktiv und authentisch zu leben.

Das tun auf ihre Weise auch die Musiker der Band Lebenswerk aus Paderborn und die Worship Café Band Witten, die den zweiten Tag der CREDO-Convention mit moderner Lobpreismusik untermalen. Eines wird während der zwei Tage in Dortmund deutlich: Musik bewegt die Menschen. Sie geht ins Herz und bleibt im Sinn.

Den Glauben teilen und damit auffallen. Das macht Björn Hirsch, Pastoralreferent aus Fulda. In der Dortmunder Kreuzkirche lässt er Konfetti regnen, verschenkt Trinkpäckchen und Glückskekse mit Psalm-Füllung. In Fulda organisiert er mit dem Netzwerk All For One zwei Mal im Jahr unkonventionelle und innovative Gottesdienste mit mehr als tausend jungen Besuchern in einer Fuldaer Disco, die so zur Kirche wird. Dabei arbeitet er eng mit evangelischen und freikirchlichen Kollegen zusammen. „Wir sind eins – und so gehen wir auch offensiv auf die Menschen zu“, sagt Hirsch und fügt den Rat hinzu: „Tut nichts ohne Außenwirkung. Unsere Aufgabe ist es, die Botschaft weiterzutragen.

Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder hatte mit dem Leitungsteam der Initiative YOUNG MISSION zur Convention eingeladen.Dirk Lankowski Die CREDO-Convention schließt mit „dem eigentlichen Highlight – der Eucharistiefeier“, wie Diözesanjugendpfarrer Schröder sagt. Im Spotlicht steht nun Jesus. Mit den Worten „Glaubt an euch“, schließt Stephan Schröder die Messe am Samstagabend: „Gott glaubt an euch – warum sollten wir nicht daran glauben, dass Mission möglich ist?“  

 

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