Christliches Profil stärken

Institut für christliche Unternehmenskultur in Dortmund eröffnet

Eröffnung des „Instituts für christliche Unternehmenskultur“ an der Kommende Dortmund (v.l.): Dr. Klaus Klother, Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel, Erzbischof Hans-Josef Becker, Domkapitular Dr. Thomas Witt und Prälat Dr. Peter Klasvogt.pdpDortmund, 23. Mai 2018. „Was können wir tun, um unsere Einrichtungen als kirchliche Einrichtungen zu profilieren“, formulierte Domkapitular Dr. Thomas Witt, Vorsitzender des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn e. V., in der Kommende Dortmund die Ausgangsfrage.  Das dort beheimatete neue „Institut für christliche Unternehmenskultur“ wurde mit einer Eucharistiefeier mit Erzbischof Hans-Josef Becker und anschließendem Festakt am Dienstag offiziell eröffnet.

Das Projekt „German-CIM: christliche Werte- und Profilentwicklung im katholischen Krankenhaus“ sei der erste Baustein zu diesem Ziel, dem jetzt mit dem Institut ein weiterer folge, erläuterte Dr. Witt. Dr. Klaus Klother, Direktor des vom Erzbistum Paderborn und dem Diözesan-Caritasverband getragenen Instituts betonte, dass es nicht um Abgrenzung, sondern vielmehr um Selbstvergewisserung und Profilbildung gehe. Ein Ausgangspunkt dafür sei auch die Geschichte christlicher Einrichtungen: „Warum haben beispielsweise katholische Orden Krankenhäuser gebaut? Nicht als Unternehmen sondern als Werke der Nächstenliebe.“ In seinem Festvortrag bezeichnete Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel dies als „Gründungsimpuls“ der wichtig sei, um innerhalb einer Organisation Teilhabe und Identität zu entwickeln.

Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel hielt den Festvortrag zur Eröffnung des „Instituts für christliche Unternehmenskultur“ vor zahlreichen Führungskräften aus kirchlichen Einrichtungen im Erzbistum Paderborn in der Kommende Dortmund.pdpDie Arbeit des Instituts soll helfen, das christliche Profil kirchlicher Einrichtungen und Dienste, wie Krankenhäuser, Schulen oder Jugendhilfeeinrichtungen zu stärken und weiter herauszuarbeiten. Auch Mitarbeiter, die keiner christlichen Konfession angehören, sollten dafür gewonnen werden, die „Weg- und Wertegemeinschaft“ in ihrem täglichen Handeln mitzutragen. Professor Hemel sieht eine besondere Verantwortung von Führungskräften für eine menschenfreundliche Führungskultur. Es gelte eine Balance zwischen „Zweckrationalität und kommunikativer Sinnschöpfung“ zu finden. Christliche Werte müssten fester Bestandteil der gesamten Unternehmenskultur und der Strategie sein und dürften nicht nur dann gelten, wenn es gut laufe. Das zahle sich auch ökonomisch aus. „Es gibt einen Mehrwert für ein Management nach christlichen Grundsätzen“, erläuterte Professor Ulrich Hemel.