Zu Besuch beim Erzbischof von Paderborn

Erzbischof Becker informiert sich über Marienkloster auf Tautra in Norwegen

P v.l.n.r.: Erzbischof Hans-Josef Becker, Sr Gilkrist Gavigne, Generalvikar Alfons Hardt, Monsignore Georg Austenbonifatiuswerkaderborn, 9. März 2018. Die Priorin des Marienklosters auf Tautra in Norwegen, Schwester Gilkrist Lavigne, hat heute den Erzbischof Hans-Josef Becker zu einem Informationsgespräch getroffen. Am Gespräch nahmen auch teil Generalvikar Alfons Hardt und der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen. Schwester Gilkrist bereist derzeit gemeinsam mit Vertretern des Bonifatiuswerkes unterschiedliche deutsche Diözesen, um über die aktuelle Entwicklung und das Anliegen des Marienklosters im Trondheim-Fjord in Norwegen zu berichten. Während ihres Besuches dankte sie dem Paderborner Bischof für die Solidarität und die finanzielle Unterstützung durch das Erzbistum Paderborn, das Bonifatiuswerk und das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe beim Neubau des Zisterzienserinnen-Klosters im Jahr 2006.      

Die sehr erfreuliche Entwicklung des Klosters ist zugleich ein Symbol für die aufblühende katholische Kirche in Norwegen. In Norwegen erleben einige Orden eine neue Blüte. „Zu Beginn waren wir sieben Schwestern auf Tautra. Durch neue Berufungen hat sich diese Zahl verdoppelt“, sagte die sichtlich über diese Entwicklung erfreute Schwester Gilkrist. Allerdings bringe dieses positive Wachstum auch neue Herausforderungen mit sich. Das Kloster sei zu klein geworden, zudem fehle es an ausgestatten barrierefreien Krankenzimmern für die älteren Mitschwestern. Erzbischof Becker, der sich als Protektor des Bonifatiuswerkes sehr interessiert an der Entwicklung der katholischen Kirche und des Ordenslebens in Norwegen zeigt, stellte den Schwestern eine finanzielle Unterstützung bei den weiteren Bauvorhaben in Aussicht. Erzbischof Becker und Generalvikar Alfons Hardt wurden von Schwester Gilkrist zu einem Besuch nach Tautra eingeladen.      

Ein Besuch auf Tautra lohnt sich immer, weiß der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, aus eigener Erfahrung. „Die Schwestern auf Tautra wurden von ihrer lokalen Umgebung sehr freundlich empfangen und prägen das geistliche und kulturelle Leben in der Region entscheidend mit. Immer mehr Menschen kommen nach Tautra, um die Stille und Spiritualität des Ortes zu erleben. Zugleich ist das Marienkloster ein Spiegel der multikulturellen Migrantenkirche in Norwegen und wirkt durch seine gastfreundliche Art direkt in die Gesellschaft hinein“, sagte Austen. Mit Blickrichtung Libori in Paderborn sagte Austen, dass es ein schönes Zeichen der Verbundenheit sei, dass einige der Schwestern an dem Paderborner Patronatsfest teilnehmen und am Informationsstand des Bonifatiuswerkes über das Klosterleben auf Tautra berichten werden.      

Norwegen hat derzeit etwas mehr als 5,2 Mio. Einwohner. Davon bekennen sich knapp 155.000 zum katholischen Glauben. In der Prälatur Trondheim, auf dessen Gebiet das Marienkloster liegt, leben 715.000 Menschen, darunter 13.000 Katholiken.