Sechs Männer aus dem Erzbistum Paderborn werden zu Diakonen geweiht

Weiheliturgie mit Erzbischof Hans-Josef Becker im Hohen Dom zu Paderborn

Paderborn, 27. Februar 2018. Auf den Empfang der Diakonen-Weihe bereiten sich derzeit sechs Männer aus dem Erzbistum Paderborn vor. Erzbischof Hans-Josef Becker wird den Weihe-Kandidaten am Samstag, 3. März 2018, im Hohen Dom zu Paderborn durch Handauflegung und Gebet die Diakonen-Weihe spenden. Die Weiheliturgie beginnt um 10 Uhr. Nach dem Empfang des Weihesakramentes werden die Männer als Ständige Diakone mit der Seelsorge im Pastoralverbund oder Pastoralen Raum ihrer Heimatgemeinde beauftragt, beispielsweise mit der Spendung des Taufsakraments oder der Leitung einer Beerdigung.      

Die Kandidaten für den Empfang der Diakonen-Weihe sind:  

  • Miroslaw Borkowski aus der Kirchengemeinde Maria Frieden in Herford. Borkowski wurde 1955 geboren, ist seit 1977 verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist tätig als CNC-Maschinenführer. In der Kirchengemeinde engagiert er sich als Lektor, Kommunionhelfer und als Leiter der Messdiener.  
  • Simon Donike aus der Kirchengemeinde St. Dionysius in Enger. Er wurde 1976 geboren und ist seit 2003 verheiratet. Seit seinem Abschluss als Diplom-Agraringenieur ist er bei einem Saatgutzüchter tätig. Donike engagiert sich in seiner Pfarrei als Lektor, Messdiener, Pfarrgemeinderat und als Küster. Zudem singt er in einer Schola mit und wirkt in einem Saxophon-Ensemble.
  • Johannes Koch aus der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist in Delbrück. Koch wurde 1966 geboren, ist seit 1991 verheiratet und hat ein Kind. Koch ist tätig als Augenoptiker und Uhrmacher. In der Kirchengemeinde engagiert sich Koch im Ministranten- und Lektorendienst und er ist Mitglied der Kolpingfamilie.
  • Helmut Krause aus der Pfarrei Herz Jesu in Kamen-Heeren. Er wurde 1958 geboren, ist seit 1987 verheiratet und hat ein Kind. Seit 2018 befindet er sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit, zuvor war er tätig als CDU-Kreisgeschäftsführer für den Kreis Unna. Krause engagiert sich im Pfarrgemeinderat seiner Kirchengemeinde und war Mitglied des Diözesanpastoralrates.  
  • Josef Levermann aus der Kirchengemeinde St. Pankratius in Sundern-Stockum. Levermann wurde 1970 geboren, ist seit 1998 verheiratet und hat drei Kinder. Er ist tätig als Kaufmännischer Leiter eines Unternehmens in Sundern. In seiner Kirchengemeinde engagiert er sich als Kommunionhelfer und Lektor, zudem ist er tätig im Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde.  
  • Thomas Ludwig aus der Kirchengemeinde St. Agatha in Lennestadt-Altenhundem. Er wurde 1967 geboren, ist seit 2000 verheiratet und hat ein Kind. Der Diplom-Religionspädagoge und Diplom-Sozialarbeiter ist tätig als Leiter des Franziskaner-Hof Attendorn. In seiner Kirchengemeinde engagiert sich Ludwig als Kommunionhelfer und Firmkatechet, zudem wurde er als Seelsorglicher Begleiter beauftragt.     

Im Anschluss an die Weiheliturgie und Eucharistiefeier im Paderborner Dom findet im Foyer des Konrad-Martin-Hauses ein Empfang statt.      

Stichwort: Diakon

Das Wort Diakon leitet sich vom griechischen Wort diakonos ab und bedeutet „Diener“, „Helfer“. Ein Diakon ist gesandt zur besonderen Nachfolge Christi. Innerhalb der Kirche bekleidet er ein geistliches Amt, den Diakonat. Seine Aufgaben beschränken sich aber nicht auf den Gottesdienst (leiturgia - Liturgie), vielmehr umfassen sie auch die Verkündigung (martyria – Zeugnis) und den „Dienst am Nächsten“ (diakonia – Diakonie / Caritas) und damit alle drei Grundvollzüge der Kirche. Für einen Diakon ist der „Dienst am Nächsten“ wesentlich, er ist insbesondere dazu aufgerufen, zu den Armen und Kranken, den „Menschen am Rande“ zu gehen. Die von einem Bischof gespendete sakramentale Weihe zum Diakon ist ein Element des dreigliedrigen Weihesakraments (Diakon – Priester – Bischof), dadurch ist der Diakon in die Gemeinschaft der Geistlichen, den Klerus, eingegliedert.  

Diakone assistieren dem Priester bei der Feier der Eucharistie, verkünden dabei das Evangelium und dürfen predigen. Sie können das Sakrament der Taufe spenden, bei der kirchlichen Eheschließung assistieren, Beerdigungen leiten, Wortgottesdienste feiern und die Kommunion spenden. Die Feier der Eucharistie bleibt den Priestern vorbehalten, ebenso wie die Spendung des Sakramentes der Krankensalbung und des Bußsakramentes.  

Verheiratete Männer, die 35 Jahre und älter sind, können nach einer entsprechenden Ausbildung und mit Zustimmung ihrer Ehefrau zum Diakon geweiht werden, um als Ständiger Diakon eingesetzt zu werden. Ständige Diakone üben in der Regel zusätzlich zum Seelsorgedienst einen bürgerlichen Beruf aus. Wer ein Zölibatsversprechen ablegt, kann die Diakonenweihe bereits mit 25 Jahren empfangen. Auch Priesteramtskandidaten werden zunächst zum Diakon und dann zum Priester geweiht.  

Bei von einem Diakon geleiteten liturgischen Feiern trägt der Diakon als Amtszeichen die Diakonenstola über dem Chorgewand oder der Albe. Die liturgische Kleidung des Diakons bei der Assistenz in der Eucharistiefeier ist die Dalmatik, die wie das priesterliche Messgewand über Albe und Stola getragen wird.