Wechsel im Amt des Diözesanbeauftragten für die Ständigen Diakone im Erzbistum Paderborn

Pastor Andreas Kreutzmann Nachfolger von Prälat Hans Dieter Michel

Pastor Andreas Kreutzmannpdp Paderborn, 24. Februar 2018. Zum 1. August 2018 wird Pastor Andreas Kreutzmann (52), der bisher im Pastoralen Raum Pastoralverbund Mindener Land als Seelsorger tätig war, Nachfolger von Prälat Hans Dieter Michel (69): Pastor Kreutzmann übernimmt dann die Aufgabe des Diözesanbeauftragten für die Ständigen Diakone im Erzbistum Paderborn. Damit verbunden ist eine Tätigkeit in einem Pastoralen Raum im Umfeld von Paderborn.      

Andreas Kreutzmann wurde am 30. Januar 1966 in Olsberg geboren und empfing im Juni 2000 in Paderborn das Sakrament der Priesterweihe. Nach verschiedenen Tätigkeiten als Seelsorger im Erzbistum Paderborn wurde er 2006 Diözesanseelsorger der Katholischen Landjugendbewegung. Von 2007 bis 2016 war er Subregens des Erzbischöflichen Priesterseminars in Paderborn, bevor er als Pastor ins Mindener Land wechselte. Seit August 2016 arbeitet er hier am innovativen Projekt „Kompetenzzentrum 'Trauerpastoral' in der Domgemeinde Minden“.  

Prälat Hans Dieter Michelpdp Pastor Kreutzmanns Vorgänger, Prälat Hans Dieter Michel, wurde am 6. März 1948 in Dortmund-Hombruch geboren und im Dezember 1975 in Paderborn zum Priester geweiht. Neben ersten Tätigkeiten als Seelsorger war Hans Dieter Michel von 1987 bis 1996 Religionslehrer am Marien-Gymnasium in Arnsberg, bevor er im August 1996 Direktor des Erzbischöflichen Theologenkonvikts in Paderborn wurde. Im September 2004 folgte seine Ernennung zum Bischöflichen Beauftragten für die Ständigen Diakone. Zugleich wurde er erneut als Religionslehrer tätig, diesmal am Gymnasium St. Xaver in Bad Driburg, wo er bis Juli 2016 wirkte. Parallel engagierte er sich als Subsidiar in verschiedenen Paderborner Pastoralverbünden. Im Jahr 2018 wird Prälat Michel seinen Ruhestand antreten.  

Im Erzbistum Paderborn gibt es rund 180 Ständige Diakone. Die Diakone im Zivilberuf gehen einem bürgerlichen Beruf nach oder sind im Ruhestand. Das heißt, dass sie den Diakonat in ihr Berufsleben und in alle Lebensbereiche einbringen, in denen sie sich bewegen.  

In den Pfarreien oder Pastoralverbünden haben die Ständigen Diakone vielfältige Aufgaben. Ihr Schwerpunkt liegt nach Möglichkeit darin, dafür Sorge zu tragen, dass Menschen nicht in Einsamkeit geraten. Das griechische Wort „diakonos“ – und damit quasi die „Stellenbeschreibung“ eines Diakons – meint in seiner philologischen Bedeutung ursprünglich: „unter die Leute gehen“, Kommunikator sein, Menschen zusammenbringen, Notlagen im sozialen Umfeld frühzeitig wahrnehmen und Mitchristen dazu motivieren, sich zusammen dafür einzusetzen, dass möglichst niemand mit seinen Sorgen allein gelassen wird. So dient ein Diakon dem gemeinsamen Leben der Gemeindemitglieder.  

Seit einigen Jahren versucht das Erzbistum Paderborn schon in der Ausbildung der angehenden Diakone, diesen sozial-diakonischen oder auch als „koinonia“ bezeichneten Aspekt hervorzuheben. Der liturgische Dienst des Diakons ist vor diesem Hintergrund die Konsequenz seines Koinonia-Handelns: In der Liturgie bringt der Diakon – mit dem Priester zusammen – die ihm anvertrauten Sorgen, Probleme und Nöte der Menschen vor Gott.