„Die Eucharistie ist der Höhepunkt des kirchlichen Lebens“

Im Hirtenbrief zur Fastenzeit 2018 rückt Erzbischof Hans-Josef Becker das Sakrament der Eucharistie in den Mittelpunkt

Erzbischof Hans-Josef BeckerFoto: pdp Paderborn, 17. Februar 2018. „Der Tod Jesu ist untrennbar verbunden mit seiner glorreichen Auferstehung am Ostermorgen. Aus dem Tod ersteht das neue Leben. Beides, Tod und Auferstehung Jesu Christi, feiern wir dankbar in jeder heiligen Messe“, macht  Erzbischof Hans-Josef Becker in seinem Hirtenbrief zur Fastenzeit 2018 deutlich. Der Paderborner Erzbischof führt in seinem Hirtenwort mit dem Titel „Geeint in Christus – Über die heilige Eucharistie“ aus, welche Bedeutung die Eucharistie für die katholische Kirche hat und welche Rolle dabei die Heiligung des Sonntags und das Zelebrieren von Wort-Gottes-Feiern haben. Der Hirtenbrief von Erzbischof Becker wird am ersten Fastensonntag in allen Gemeinden des Erzbistums Paderborn verlesen und steht als Broschüre zur Verfügung.

Die österliche Bußzeit ist eine Zeit, in der Gläubige das Thema Umkehr in besonderer Weise begleitet. „Die Umkehr zu Gott, die Hinwendung zu ihm, kann in unserem Zusammenhang ganz konkret bedeuten, in diesen kommenden Wochen bis Ostern die eigene Praxis der Mitfeier der heiligen Eucharistie zu reflektieren und gegebenenfalls zu intensivieren“, so Erzbischof Becker. Sooft er in seiner 40-jährigen Zeit als Priester die heilige Messe schon feiern konnte, bliebe sie immer etwas Besonderes, ein wertvolles Geschenk, das er nicht missen wolle. Denn „in der Heiligen Messe verbinden wir uns mit der Kirche auf dem ganzen Erdkreis. Zugleich glauben wir, dass zu dieser Kirche die auf Erden Lebenden genauso gehören wie die Heiligen, um deren Fürsprache wir bitten, und alle Verstorbenen, die wir im Gebet Gottes Barmherzigkeit empfehlen.“

Daher sei es besonders wichtig, immer wieder an das Gebot, an Sonntagen und kirchlich gebotenen Feiertagen die heilige Messe mitzufeiern, zu erinnern. Es sollten keine Arbeiten und Tätigkeiten verrichtet werden, die die Heiligung dieser Tage gefährden würden. Dabei solle der Sonntag nicht nur der persönlichen Erholung und dem gemeinsamen Familienleben dienen. „Die Kirche betont die Heiligung des Sonntags um der Heiligung des Menschen willen. Denn nur durch wirtschaftliche Leistung oder persönliche Zerstreuung kann der Hunger des Menschen nach wirklichem Leben nicht gestillt werden. Dieses wirkliche, weil göttliche Leben aber begegnet uns in der Eucharistie“, führt Erzbischof Becker aus.

Es sei jedoch nicht immer leicht und selbstverständlich, dieses Leben als Christen zu leben. „Ich bin mir schmerzhaft bewusst, dass vor allem im ländlichen Raum nicht mehr in jeder Kirche an jedem Sonntag eine heilige Messe gefeiert werden kann. Daher bin ich sehr dankbar für die vielen engagierten Frauen und Männer, die sich für die Leitung von Wort-Gottes-Feiern haben ausbilden und von mir haben beauftragen lassen und die in ihrer Gemeinde solche Feiern am Sonntag halten“, so Erzbischof Becker. Die Eucharistie sei als Sakrament der Einheit das Zentrum und der Höhepunkt des kirchlichen Lebens. In ihr komme die Gemeinschaft der Kirche am intensivsten zum Ausdruck.

Als ganz persönlichen Wunsch erbittet sich Erzbischof Becker daher, „dass die vor uns liegenden Wochen eine geistlich fruchtbare Zeit für Sie sein mögen, in der Sie insbesondere aus der Begegnung mit Jesus Christus in der Eucharistie die nötige Kraft für Ihr Leben schöpfen können.“

Hier können Sie den Fastenhirtenbrief 2018 downloaden.