Internationale römisch-katholisch – altkatholische Dialogkommission tagte in Paderborn

Die „Internationale Dialogkommission der Katholischen Kirche mit der Alt-Katholischen Bischofskonferenz der Utrechter Union“ tagte in Paderborn. pdpPaderborn, 11. Dezember 2013. Von Montag bis Mittwoch trafen sich die Mitglieder der internationalen römisch-katholischen – altkatholischen Dialogkommission zu Beratungsgesprächen im Bildungshaus Liborianum in Paderborn. Ziel der Gespräche war die Förderung der weiteren Einheit beider Kirchen. Erzbischof Hans-Josef Becker leitete als Co-Präsident der römisch-katholischen Dialogpartner die Beratungen mit den Altkatholiken.  

Die Internationale Dialogkommission der Katholischen Kirche mit der Alt-Katholischen Bischofskonferenz der Utrechter Union wurde im Juli 2012 neu zusammengesetzt. Sie setzt die Arbeit einer Vorgänger-Kommission fort, die 2009 die Erklärung „Kirche und Kirchengemeinschaft“ herausgegeben und damit ihre Aufgabe abgeschlossen hatte. Der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch, hatte Erzbischof Hans-Josef Becker im Juli 2012 zum Co-Präsidenten der neu zusammengesetzten Dialogkommission berufen.

„Die Vorgänger-Kommission hat eine gute Grundlage erarbeitet, um auf die weitere Einheit der Christen hinzuarbeiten. So können wir nun in einer zweiten Phase offene Fragen weiter konstruktiv behandeln und vertiefen“, sagten Erzbischof Hans-Josef Becker und der Co-Präsident der altkatholischen Teilnehmer, der altkatholische Bischof Dr. Matthias Ring. Inhaltlich wurden bei den Gesprächen in Paderborn vor allem die Themen „Verhältnis von Universalkirche und Ortskirche“ sowie „Papstamt als Dienst an der Einheit der Kirche“ diskutiert. Feste Zeiten des Gebets begleiteten die Beratungen, um die gemeinsamen Gespräche auf ein geistlich-spirituelles Fundament zu stellen.

„Die Arbeitsatmosphäre war – wie bereits bei unserem ersten Treffen – sehr gut. Wir können im Hinblick auf unsere gemeinsamen Bemühungen um die Einheit der Christen hoffnungsvoll in die Zukunft blicken“, resümierte Monsignore Dr. Matthias Türk, Co-Sekretär der römisch-katholischen Kommissionsmitglieder.

Neben Erzbischof Hans-Josef Becker als Co-Präsident nahmen auf Seiten der katholischen Kirche Bischof Dr. Hans van den Hende (Bischof von Rotterdam), Prälat Hubert Bour (Diözese Rottenburg-Stuttgart), Professor em. Dr. Hans Jörg Urban (Paderborn), Professor em. Dr. Heinrich J. F. Reinhardt (Münster) und Msgr. Dr. Matthias Türk (Vatikan) als Co-Sekretär am Gespräch in Paderborn teil. Auf altkatholischer Seite waren Bischof Dr. Matthias Ring (Bonn) als Co-Präsident, Professor em. Dr. Urs von Arx (Bern), Professor Dr. Günter Esser (Bonn), Dozent Pfarrer drs. Wietse Berend van der Velde (Den Haag) und Pfarrer Martin Eisenbraun (Salzburg) als Co-Sekretär in Paderborn.