„Sorgendes Interesse an Polizeibeamten“

Die Polizeiseelsorger im Erzbistum Paderborn trafen sich zu ihrer Diözesankonferenz im Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW.Pastor J. InselPaderborn, 2. Dezember 2013. Die Polizeiseelsorger im Erzbistum Paderborn trafen sich jetzt zu ihrer Diözesankonferenz im Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW (LAFP) in Schloß Holte-Stukenbrock. Im Zentrum der Tagung stand der Austausch über aktuelle Themen und eigene Erfahrungen der Polizeiseelsorger im Erzbistum.  

Polizeidirektor Bernd Stienkemeier, Dezernatsleiter im LAFP, begrüßte die Tagungsteilnehmer: „Ich danke Ihnen im Namen der Polizei NRW für Ihre Arbeit in und für die Polizei“. Stienkemeier informierte über die Partnerschaft der Polizei NRW mit der Polizei der Russischen Föderation, insbesondere in Ausbildungsfragen.

Monsignore Wolfgang Bender, Diözesanbeauftragter für Polizei-, Feuerwehr-, Rettungsdienst- und Notfallseelsorge im Erzbistum Paderborn, hieß die anwesenden Seelsorger zur Diözesankonferenz willkommen: „Ich freue mich, dass wir als Polizeiseelsorger im Bildungszentrum der Polizei zusammenkommen. Ihnen allen danke ich für Ihren Dienst in der Polizei und Ihre Arbeit in den Behörden, in der Aus- und Fortbildung und im sorgenden Interesse an den Polizeibeamtinnen und -beamten.“

Zunächst wurden der Stand der Polizeiseelsorge im Erzbistum Paderborn sowie eigene Erfahrungsberichte der Seelsorger erörtert. Darüber hinaus wurden das Fach Ethik in der Polizeiausbildung und Auslandseinsätze der Polizei NRW und deren Begleitung durch die Polizeiseelsorge thematisiert. Ebenso wurde das Thema der Suizide von Polizeibeamten sowie deren Ursachen, Hintergründe und Hilfsmöglichkeiten diskutiert.

Ein weiterer Programmpunkt war eine Besichtigung des neuen Regionalen Trainingszentrums (RTZ) der Polizeibehörden Ostwestfalen-Lippe: Der Erste Hauptkommissar Eckhard Kabelitz führte die Polizeiseelsorger durch das Trainingszentrum und informierte sie in einem Vortrag über die Fortbildung der Polizei in Nordrhein-Westfalen, die in Stukenbrock über die modernsten Trainingsmöglichkeiten in ganz NRW verfüge.

„Der Austausch auf unserer Diözesankonferenz hat gezeigt, dass Polizeiseelsorge im Erzbistum Paderborn mit hohem Engagement und großem Verantwortungsbewusstsein wahrgenommen wird“, resümierte Msgr. Wolfgang Bender. „Zudem wurde einmal mehr deutlich, wie partnerschaftlich das Verhältnis zwischen Polizeiseelsorge und den Beamtinnen und Beamten ist.“  



Hintergrund: Polizeiseelsorge im Erzbistum Paderborn

Die Polizeiseelsorge im Erzbistum Paderborn unterstützt und begleitet Polizeibeamtinnen und -beamte. Polizeiseelsorger stehen bei beruflichen oder privaten Belastungen und Sorgen, nach belastenden Einsätzen und traumatisierenden Erlebnissen und bei der Betreuung von Opfern von Unfällen und Strafdelikten zur Seite. Darüber hinaus bietet die Polizeiseelsorge für die Beamtinnen und Beamten Fortbildungs- und Freizeitaktivitäten an oder steht bei der gottesdienstlichen Gestaltung von dienstlichen Anlässen zur Verfügung. „Polizisten leisten einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Die Polizeiseelsorge agiert somit an einer wichtigen Schnittstelle zur sozialen Realität. Dadurch entstehen pastorale Orte, an denen die Kirche Beistand für die Polizeibeamten sein kann, um ihnen Sorge, Leid und Überforderung abzunehmen“, so Msgr. Wolfgang Bender, Diözesanbeauftragter für Polizei-, Feuerwehr-, Rettungsdienst- und Notfallseelsorge im Erzbistum Paderborn. Im Jahr 2012 feierte die konfessionell wahrgenommene Polizeiseelsorge in NRW ihr 50-jähriges Bestehen.