„Gott nahe sein und zur Kirche gehören“

Nach dem Pontifikalamt zum Abschluss des 5. Pueri Cantores Chorfestivals für Mädchen- und Jugendchöre, das erstmals in Paderborn stattfand, versammelten sich die über 1.000 jungen Sängerinnen und Sänger vor dem Paradiesportal des Paderborner Domes. Mitten unter ihnen Erzbischof Hans-Josef Becker und Generalvikar Alfons Hardt.pdp Paderborn, 2. Juni 2013. Über 1.000 junge Sängerinnen und Sänger ließen am Sonntag im Pontifikalamt mit Erzbischof Hans-Josef Becker ihre Stimme im Hohen Dom zu Paderborn erklingen: Der Paderborner Erzbischof feierte mit den Kindern und Jugendlichen der 35 aus ganz Deutschland angereisten Chöre den Abschlussgottesdienst des 5. Pueri Cantores Chorfestivals für Mädchen- und Jugendchöre. Auf Einladung des Erzbistums Paderborn fand das Chorfestival vom 30. Mai bis 2. Juni 2013 erstmals in Paderborn statt.

„Glaube kann nicht funktionieren ohne Gemeinschaft. Wir brauchen die Gemeinschaft, zum Beispiel die Familie oder die Kirchengemeinde, um überhaupt etwas vom Glauben zu erfahren“, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker in seiner Predigt. Glaube mache erst in einer Gemeinschaft Freude. Es sei wichtig, sich gegenseitig im Glauben zu bestärken, um als Christ auf einem guten Weg durch das Leben gehen zu können. Mit dem Glauben sei es wie mit der Musik, sagte Erzbischof Becker zu den über 1.000 jungen Sängerinnen und Sängern aus 35 Chören, die aus ganz Deutschland nach Paderborn gereist waren und beim Pontifikalamt den Paderborner Dom bis auf den letzten Platz füllten. Auch an der Musik müsse man Freude haben, auch für die Musik brauche es Gemeinschaft und auch in der Musik brauche es jemanden, der den Sänger anleite und ihm zeige, wie man richtig und schön singe oder ein Instrument spiele.

Über 1.000 junge Sängerinnen und Sänger aus 35 Chören aus ganz Deutschland nahmen am 5. Pueri Cantores Chorfestival teil. Erzbischof Hans-Josef Becker feierte mit ihnen den Abschlussgottesdienst im Hohen Dom. Generalvikar Alfons Hardt und Msgr. Robert Tyrala konzelebrierten. pdp Für die Musik sei auch das Üben wichtig, sagte der Paderborner Erzbischof weiter. Und auch für den Glauben müsse der Einzelne „üben“, „proben“, „trainieren“. Der Glaube müsse „praktiziert“ werden, damit er nicht verloren gehe, konkretisierte Erzbischof Becker. Wenn jemand überhaupt nicht mehr bete, er nicht mehr in die Kirche gehe, ihm der Religionsunterricht „egal“ sei, wenn jemand Gott kaum noch etwas bedeute im Leben, dann stehe er in der Gefahr, dass ihm der Glaube abhanden komme. Die Beziehung zu Gott müsse lebendig gehalten werden, damit sie weiter bestehen könne.

„Es ist ein großes Geschenk für uns, dass wir erfahren dürfen: Wir sind nicht allein als Glaubende. Es ist schön, Gott nahe zu sein und zur Kirche dazuzugehören“, sagte Erzbischof Becker zum Abschluss seiner Predigt. Er wünsche den jungen Sängerinnen und Sängern ebenso wie den Leitern und Begleitern der 35 Chöre, dass ihnen die Tage des Chorfestes in Paderborn neuen Antrieb für den Glauben geben mögen.

Das Erzbistum Paderborn hatte zum Chorfestival für Mädchen- und Jungendchöre nach Paderborn eingeladen. 35 Chöre aus ganz Deutschland mit über 1.000 Kindern und Jugendlichen nahmen am Festival teil. pdp Im feierlichen Gottesdienst im Hohen Dom zu Paderborn wurden von den über 1.000 jungen Sängerinnen und Sängern mehrere Neukompositionen vorgetragen. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes wurde nicht allein von den Kindern und Jugendlichen aus den 35 Chören übernommen, vielmehr auch von einer Bläsergruppe aus Studierenden der Musikhochschule Detmold. Die Gesamtleitung hatte Domkantorin Gabriele Sichler-Karle, Leiterin der Mädchenkantorei am Paderborner Dom und Zweite Vorsitzende des Pueri-Cantores-Chorverbandes.

„Das ist ein großartiges Bild, euch hier im Paderborner Dom zu sehen und es ist ebenso großartig, was wir in diesem Gottesdienst hören und feiern dürfen“, begrüßte Erzbischof Becker zu Beginn des Pontifikalamtes die über 1.000 Kinder und Jugendlichen, die mit ihren Begleitern den Paderborner Dom bis auf den letzten Platz füllten. Gott zu loben sei ein Auftrag der Menschen und es geschehe auch im Gottesdienst. „Ich danke euch, dass ihr Zeugnis gebt von eurem Glauben, hier in diesem Gottesdienst, in eurem Wirken in den kirchlichen Chören, in eurem Leben“, so Erzbischof Becker. Generalvikar Alfons Hardt und Msgr. Robert Tyrala, Präsident von Pueri Cantores International aus Krakau (Polen) konzelebrieten im Pontifikalamt.

Nach dem Pontifikalamt versammelten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 5. Pueri Cantores Chorfestivals für Mädchen- und Jungendchören vor dem Paradiesportal des Paderborner Domes. Dort wurden sie von der Paderborner Domkantorin Gabriele Sichler-Karle, Msgr. Robert Tyrala als Präsident von Pueri Cantores International und Mattias Balzer, Präsident des deutschen Pueri Cantores Chorverbandes verabschiedet.

Erzbischof Hans-Josef Becker freute sich über das Glaubenszeugnis von über 1.000 jungen Sängerinnen und Sängern. „Glaube braucht die Gemeinschaft“, sagte der Paderborner Erzbischof in seiner Predigt. Generalvikar Alfons Hardt (rechts) hörte aufmerksam zu. „Pueri Cantores“ sind Kinder und Jugendliche, die in einem kirchlichen Chor singen und mit ihren Stimmen das Wort Gottes verkünden und sich für den Frieden in der Welt einsetzen. Das Festival in Paderborn stand unter dem Motto „Tragt den Glauben in die Welt“. 35 Chöre aus ganz Deutschland mit über 1.000 jungen Sängerinnen und Sängern nahmen daran teil. An vier Tagen bevölkerten die Kinder und Jugendlichen das Stadtbild von Paderborn, gestalteten in den Kirchen Paderborns gemeinsam Konzerte und Friedensgebete und feierten Gottesdienste in verschiedenen Gemeinden.

Generalvikar Alfons Hardt hatte am Donnerstagabend die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Chorfestivals begrüßt. Diese zogen danach in den Paderborner Dom zu einer geistlichen Eröffnung mit Dompropst Weihbischof Manfred Grothe. Freitagvormittag stand für alle Teilnehmer eine Probe im Hohen Dom auf dem Programm, bevor sich die Kinder und Jugendlichen aus den 35 Chören am Nachmittag bei einem Spiele-Parcours näher kennen lernen konnten. Der BDKJ-Diözesanverband Paderborn hatte für die 1.000 Kinder und Jugendlichen einen Spieleparcours aufgebaut, der von den Teilnehmern begeistert genutzt wurde. Freitagabend feierten die Chöre ein Chorfest. Samstags fanden Begegnungskonzerte und Friedensgebete im Hohen Dom, in der Franziskanerkirche und in der Marktkirche in Paderborn statt. Die teilnehmenden Chöre gestalteten im Anschluss in verschiedenen Gemeinden die Vorabendmessen. Am Samstagabend trafen sich alle Teilnehmer des Chorfestivals für ein Konzert in der Marktkirche.

Stichwort: Pueri Cantores
Der Deutsche Chorverband Pueri Cantores besteht seit 1951 und wird heute von rund 400 katholischen Chören (Knabenchöre, Mädchenchöre, Kinderchöre, Jugendchöre und Scholen) mit mehr als 13.000 Sängerinnen und Sängern getragen. In regelmäßigen Abständen treffen sich die Chöre in ihren verschiedenen Gruppierungen. In Paderborn waren nun erstmals nicht nur Mädchenchöre, sondern auch Jugendchöre mit Jungen und Mädchen, die Chorwerke für Oberstimmen singen, eingeladen.

http://www.dommusikfreunde.de

http://www.paderborner-dommusik.de

http://www.pueri-cantores.de/

Aufzeichnung des Abschlussgottesdienstes hier bei domradio.de.

Nachrichtenfilm zum Festival