Weihbischof Manfred Grothe neuer Dompropst

Weihbischof Manfred Grothe ist neuer Dompropst. Er wurde heute vom Metropolitankapitel gewählt und von Erzbischof Hans-Josef Becker bestätigt. V.l.n.r.: Erzbischof Hans-Josef Becker, Weihbischof Manfred Grothe, Generalvikar Alfons Hardt.Foto: pdp Paderborn, 1. März 2013. Die Mitglieder des Paderborner Metropolitankapitels haben am heutigen Vormittag einen neuen Dompropst an ihre Spitze gewählt: Weihbischof Manfred Grothe. Erzbischof Hans-Josef Becker hat die Entscheidung der residierenden Domkapitulare umgehend bestätigt. Der neue Dompropst ist seit 1987 Mitglied des Paderborner Metropolitankapitels. Von 2007 bis 2009 trug Weihbischof Grothe als Domdechant und somit als Stellvertreter des Dompropstes bereits die Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der Liturgie im Hohen Dom und alle Fragen der Dommusik. Der neue Dompropst wird am Samstag, 16. März 2013, in einem Kapitelsamt um 9.00 Uhr im Hohen Dom in sein Amt eingeführt.  

Wie schon sein Vorgänger im Amt des Dompropstes, Apostolischer Protonotar Dr. Wilhelm Hentze, gilt Weihbischof Manfred Grothe als bodenständiger, zuverlässiger und geradliniger Westfale. In zahlreichen verantwortlichen Ämtern hat er seine hohe Fachkompetenz unter Beweis gestellt. Mitarbeiter und Weggefährten schätzen seinen argumentativ aufgeschlossenen und fairen Stil.  

Der Domdechant und die acht residierenden Domherren des Paderborner Metropolitankapitels wählten heute einen neuen Dompropst (vordere Reihe v.r.n.l.): Domdechant Generalvikar Alfons Hardt, Msgr. Andreas Kurte, Weihbischof Manfred Grothe, Weihbischof Matthias König. Hintere Reihe (v.l.n.r.): Msgr. Prof. Dr. Rüdiger Althaus, Prälat Theo Ahrens, Prälat Thomas Dornseifer, Msgr. Joachim Göbel und Weihbischof Hubert Berenbrinker.Foto: pdp Der neue Dompropst Weihbischof Manfred Grothe wurde 1939 in Warburg geboren. Nach dem Abitur 1960 studierte er Theologie und Philosophie in Paderborn, Münster und München. 1967 wurde er durch Erzbischof Lorenz Jaeger im Hohen Dom zu Paderborn zum Priester geweiht. Als Vikar wirkte er in Rietberg und Witten. Von 1969 bis 1972 war er dort auch als Religionslehrer am Albert-Martmöller-Gymnasium tätig. 1972 wurde er Kolping-Präses im Erzbistum Paderborn.

1978 wechselte er ins Erzbischöfliche Generalvikariat, wurde dort ein Jahr später zum Ordinariatsrat ernannt und übernahm 1982 die Leitung der Hauptabteilung Finanzen. Gleichzeitig ernannte ihn Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt zum Wirklichen Geistlichen Rat. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1982 zum Päpstlichen Ehrenkaplan und 1988 zum Päpstlichen Ehrenprälaten. 1987 wurde er durch Erzbischof Degenhardt ins Metropolitankapitel berufen. 1991 wurde Manfred Grothe stellvertretender Generalvikar.

Erzbischof Hans-Josef Becker berief Manfred Grothe 2003 zu seinem Generalvikar. Papst Johannes Paul II. ernannte Manfred Grothe 2004 zum Apostolischen Protonotar und im gleichen Jahr zum Weihbischof von Paderborn und Titularbischof von Ippona Zárito (Tunesien). Seitdem ist Weihbischof Manfred Grothe Bischofsvikar für die Caritas und Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn. In der Deutschen Bischofskonferenz ist Weihbischof Grothe Mitglied der Kommission für caritative Fragen (VIII) und der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen (VI).  

Hintergrund: Dompropst und Metropolitankapitel

Der Dompropst steht als „primus inter pares“ (lateinisch für „Erster unter Gleichen“) an der Spitze des Metropolitankapitels. Diesem gehören vierzehn Diözesanpriester an, die als Domkapitulare (Domherren) für den Vollzug der Liturgie in der Bischofskirche sowie für deren Erhalt und Pflege verantwortlich sind. Es wird unterschieden zwischen dem Dompropst als erstem Dignitär, dem Domdechanten als seinem Stellvertreter, acht residierenden und vier nichtresidierenden Domkapitularen. Das Metropolitankapitel wählt den Paderborner Erzbischof. Der Dompropst vertritt das Metropolitankapitel gerichtlich und außergerichtlich und sorgt für den Einhalt der Statuten, die sich das Domkapitel gegeben hat. Ferner beruft er Kapitelssitzungen ein, leitet diese und verantwortet die Ausführung der Beschlüsse. In seiner Funktion als Dompropst ist er Dienstvorgesetzter für die Angestellten des Metropolitankapitels. Der Dompropst wird gewählt vom Domdechanten und den acht residierenden Domkapitularen.