„Wir schauen zuversichtlich nach vorne“

Die „Internationale Dialogkommission der Katholischen Kirche mit der Alt-Katholischen Bischofskonferenz der Utrechter Union“ tagt erstmals in Paderborn. (vorne, v.l.n.r.: Pfarrer Martin Eisenbraun (Co-Sekretär der Altkatholiken), Bischof Dr. Matthias Ring (Co-Präsident der Altkatholiken), Erzbischof Hans-Josef Becker (Co-Präsident der Römisch-Katholischen Kirche), Monsignore Dr. Matthias Türk (Co-Sekretär der Römisch-Katholischen Kirche).pdpPaderborn, 5. Dezember 2012. „Im Gespräch miteinander wollen wir einen ‚guten Beitrag’ leisten, um dem Wunsch Jesu Christi ‚ut unum sint’ - ‚dass sie eins seien’ - näher zu kommen“, sagten Erzbischof Hans-Josef Becker und der altkatholische Bischof Dr. Matthias Ring über die Beratungen der Internationalen Dialogkommission von Katholiken und Altkatholiken. Erstmals tagte die „Internationale Dialogkommission der Katholischen Kirche mit der Alt-Katholischen Bischofskonferenz der Utrechter Union“ in Paderborn. Erzbischof Hans-Josef Becker führte als Co-Präsident der römisch-katholischen Gesprächspartner die Gespräche. Der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch, hatte den Paderborner Erzbischof im Juli zum Co-Präsidenten der neu zusammengesetzten Internationalen Dialogkommission berufen.

Theologische Fragen der Ekklesiologie hätten im gemeinsamen Gespräch der Vertreter der Katholischen Kirche und der Alt-Katholischen Bischofskonferenz der Utrechter Union im Vordergrund gestanden, sagte Erzbischof Becker im Blick auf die von Montag bis Mittwoch dauernde Tagung in der Paderborner Bildungsstätte Liborianum. „Es geht um unseren gemeinsamen Weg in die Zukunft. Wir wollen miteinander Hilfen erarbeiten für die kommende Wegstrecke.“ So sei das Verhältnis von „Universalkirche“ und „Ortskirche“ ebenso thematisiert worden wie das Thema „Primat“. „Wir haben Themen für die zweite Phase unseres Gesprächs festgelegt, für das wir uns rund fünf Jahre Zeit nehmen wollen“, sagte Bischof Dr. Matthias Ring, der als Co-Präsident die altkatholischen Teilnehmer anführte.

Mit der im Juli neu eingerichteten Internationalen Dialogkommission der Katholischen Kirche mit der Alt-Katholischen Bischofskonferenz der Utrechter Union, die in Paderborn zu ihrem ersten Treffen zusammen kam, werde die Arbeit der Vorgänger-Kommission fortgeführt und intensiviert, sagten Erzbischof Becker und Bischof Dr. Ring. Die Vorgänger-Kommission habe 2009 ihre Arbeit mit der Erklärung „Kirche und Kirchengemeinschaft“ abgeschlossen und zugleich eine gute Grundlage für das weitere Gespräch geschaffen, das mit der neu besetzten Internationalen Dialogkommission und ihren beiden neu ernannten Co-Präsidenten vertieft werde. Zukünftig werde man sich zweimal jährlich zu Gesprächen treffen. „Wir blicken zuversichtlich nach vorne und tun das, was Menschen möglich ist“, so die Co-Präsidenten der Internationalen Dialogkommission von Katholiken und Altkatholiken. Es gebe ein gutes Gesprächsklima.

Als weitere Kommissionsmitglieder der Katholischen Kirche waren Bischof Dr. Hans von den Hende (Bischof von Rotterdam und Ökumenebeauftragter der niederländischen Bischofskonferenz), Prälat Hubert Bour (Domkapitular und Ökumenereferent em. der Diözese Rottenburg-Stuttgart), Professor em. Dr. Hans Jörg Urban (Paderborn), Professor em. Dr. Heinrich J. F. Reinhardt (Münster) und Msgr. Dr. Matthias Türk (Vatikan) am Gespräch in Paderborn beteiligt. Auf altkatholischer Seite waren neben Bischof Dr. Matthias Ring (Bonn) als Co-Präsident, Professor em. Dr. Urs von Arx (Bern), Professor Dr. Günter Esser (Bonn), Professorin Dr. Angela Berlis (Bern), Dozent Pfarrer drs. Wietse Berend van der Velde (Den Haag) und Pfarrer Martin Eisenbraun (Salzburg) als Ko-Sekretär in Paderborn.