Generationswechsel bei den Grabesrittern

Generationswechsel im Priorat der Komturei St. Meinwerk: Im Haus Maria Immaculata entpflichtete Hans-Dieter Voß, Präsident der Ordensprovinz Rheinland-Westfalen, Pfarrer Karl-Heinrich-Brinkmann offiziell von seinem Amt als Prior der Komturei St. Meinwerk und ernannte Monsignore Andreas Kurte zu dessen Nachfolger. V. l. n. r.: Hans-Dieter Voß, Msgr. Andreas Kurte, Pfarrer Karl-Heinrich Brinkmann, Professor Dr. Eckhardt Most, Leitender Komtur der Komturei St. Meinwerk. Paderborn, 27. August 2012. Der Orden der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem blickt auf eine traditionsreiche Geschichte zurück. Am Freitag ging eine Etappe seiner Paderborner Ordensgeschichte zu Ende: Pfarrer Karl-Heinrich Brinkmann aus Detmold übergab nach fast 30 Jahren sein Amt als Prior der Komturei St. Meinwerk Paderborn an Monsignore Andreas Kurte als Nachfolger.  

Im Anschluss an die Feier der Eucharistie in der Busdorfkirche wurde der Generationswechsel bei den Grabesrittern der Komturei St. Meinwerk mit einer Feierstunde im Haus Maria Immaculata in Paderborn begangen. Auch Erzbischof Hans-Josef Becker und sein Generalvikar Alfons Hardt, beide ebenfalls Grabesritter, waren gekommen, um Pfarrer Karl-Heinrich Brinkmann als Prior zu verabschieden und Msgr. Kurte als neuen Prior zu begrüßen.

Der Leitende Komtur Professor Dr. Eckhard Most würdigte Pfarrer Karl-Heinrich Brinkmann als einen Priester, der mit beiden Beinen im Leben stehe und der trotz seiner zahlreichen Verdienste und Aktivitäten stets zurückhaltend und bescheiden geblieben sei. Mit Geduld, Diplomatie, Überzeugungskraft und Humor habe er die Komturei St. Meinwerk Paderborn über fast drei Jahrzehnte als Prior begleitet und geprägt.

Brinkmann habe die Ordensstrukturen schon lange vor seiner Aufnahme im Jahr 1983 kennen gelernt, da er von 1967 bis 1974 als Sekretär des Paderborner Erzbischofs und Großpriors der Deutschen Statthalterei, Kardinal Lorenz Jaeger, schon oft an Komtureitreffen und Pilgerreisen des Ordens teilgenommen habe. Am Ende der Laudatio stand ein Wunsch: „Bleibe deiner Komturei weiterhin treu, berate uns mit deinem Erfahrungsschatz und tue nur noch das, was dir Entspannung bringt und Freude macht!“.

Pfarrer Brinkmanns Nachfolger, Msgr. Andreas Kurte, ist im Frühjahr dieses Jahres als Ordensmitglied aufgenommen worden. Umso mehr freute sich Professor Eckhard Most über dessen Bereitschaft, das Priorenamt zu übernehmen: „Wir kennen uns schon einige Zeit. Dabei habe ich dich sehr schätzen gelernt und bin sicher, dass du mit großem Engagement deine neue Aufgabe übernehmen wirst.“ Msgr. Andreas Kurte ist Leiter der Zentralabteilung Pastorales Personal im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn.  

Hintergrund: Orden der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem
Die römisch-katholische Ordensgemeinschaft der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem wurde im 11. Jahrhundert ursprünglich als Ritterorden gegründet. Die Deutsche Statthalterei des Ordens zählt heute insgesamt rund 1.400 Mitglieder, davon etwa 1.000 weltliche Ritter, 250 Damen sowie 150 Geistliche. Zur Deutschen Statthalterei zählen sechs Ordensprovinzen, welche wiederum in insgesamt 36 örtliche Komtureien aufgeteilt sind. Den Provinzen steht ein Präsident, den Komtureien ein „Leitender Komtur“ vor. Großprior der Deutschen Statthalterei ist seit dem 7. Oktober 2006 Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising.