Bereichernde Partnerschaften

v. li. n. re.: Karin Stieneke, Diözesankomitee Paderborn, Heinz Volke Diözesankomitee Paderborn, Torsten Kasimirek, Katholikenrat Magdeburg, Georg Fuhs, Diözesankomitee Paderborn, Msgr. Dr. Michael Bredeck, Dr. Dagobert Glanz Katholikenrat Magdeburg, Klaus Tilly, Julia Brodersen-Schäfers, Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken. Foto: Bistum MagdeburgMagdeburg / Paderborn, 27. März 2012. Acht Partnerschaftsgruppen aus dem Erzbistum Paderborn und dem Bistum Magdeburg trafen sich am Wochenende in Magdeburg. Die vertretenen Kirchengemeinden und katholischen Verbände pflegen seit der Wiedervereinigung einen regen Austausch. Eine deutliche Aufbruchstimmung war unter den Teilnehmern zu spüren, neue Wege in der Partnerschaft auszuprobieren und die Zusammenarbeit zu vertiefen. Eingeladen zur Tagung hatte das Diözesankomitee Paderborn, der Katholikenrat Magdeburg und das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken.

Anfang der 90er Jahre entstanden zahlreiche Partnerschaften zwischen Kirchengemeinden und katholischen Verbandsgruppen des Erzbistums Paderborn und des Bistums Magdeburg. Einige werden bis heute aktiv gepflegt, so auch die zwischen dem Diözesankomitee Paderborn und Katholikenrat Magdeburg. An der Tagung teil nahmen Vertreter der Kirchengemeinden aus Dortmund-Kurl und Großalsleben, von St. Patrokli Soest und der Propsteigemeinde Halle, von Herz-Jesu Eisleben und St. Joseph Lünen, der Kolpingfamilien Burg und Schloss Neuhaus, der Diözesanvorstände der Pfadfinder, und Vertreter aus Hy und Wanzleben.

Domvikar Dr. Michael Bredeck aus Paderborn, Geschäftsführer der Lenkungsgruppe „Perspektive 2014", und Klaus Tilly aus dem Fachbereich "Pastoral in Kirche und Gesellschaft" im Ordinariat Magdeburg lenkten in ihren Vorträgen den Blick auf die aktuellen pastoralen Herausforderungen und Strukturveränderungen in den beiden Diözesen. Alle waren sich einig, dass die Strukturveränderungen die Partnerschaftsarbeit nicht gefährdeten. Gerade in der aktuellen Situation empfänden die Gruppen ihre Partnerschaft als äußerst bereichernd. Man könne lernen, wie Kirche in der Fläche beziehungsweise in der Diaspora möglich ist, wie in den Umbrüchen verständnisvoll miteinander umgegangen werden kann, wie man weg vom Kirchturmdenken und hin zu einer übergreifenden Gemeinschaft kommt. Lebendig bleibe die Partnerschaft allerdings nur durch persönliche Begegnung und die dadurch entstandenen Beziehungen. Überlegt wurde auch, wie die positiven Erfahrungen, die das Bistum Magdeburge mit Religiösen Kinderwochen, einer Ferienfreizeit mit Katechese, gemacht habe, auch für die Glaubensweitergabe an Kinder im Erzbistum Paderborn genutzt werden könnten.

Das Partnerschaftstreffen wurde ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung des Bonifatiuswerkes sowie der beiden Diözesen.