Seht her, ich mache etwas Neues

Auftaktveranstaltung zur Lokalen Kirchenetwicklung im Pastoralverbund Brilon

Gruppe Auftaktveranstaltung zur lokalen KirchenentwicklungPastoralverbund Brilon Brilon, 1. Juli 2017. Im Rahmen einer eintägigen Auftaktveranstaltung mit Referent Martin Wirth, Diakon im Bistum Hildesheim, trafen sich am vergangene Samstag rund 30 Gemeindemitglieder des Pastoralverbundes Brilon mit dem Pastoralteam und Georg Borgschulte vom EGV Paderborn im katholischen Pfarrzentrum in Brilon.

Nach einem ersten gemeinsamen Kennenlernen wurde in einer Wort-Gottes- Feier zunächst die Schöpfungsgeschichte in den Blick genommen. Gott schuf und Gott sah, dass es gut war! Im Sakrament der Eucharistie geht es um die lebendige Gegenwart Jesu Christi. Christus soll dabei erfahrbar werden durch Austausch und Stärkung des Glaubens, betonte Martin With. Im Anschluss wurden die einzelnen Gruppierungen und Gremien der Gemeinde aufgezeigt und über Gemeinsamkeiten, die im gemeinsamen Glauben begründet sind, diskutiert.

Nachmittags ging es in einer Zukunftswerkstatt um den Prozess einer Lokalen Kirchenentwicklung. Diese beginnnt nicht mit einem Beschluss von Pastoralteam und Kirchenvorstand, sondern mit vielen Menschen, die den Weg mitgehen und mittragen. Kirche als Pastoraler Ort sieht sich hier als Werkstatt, in der mit wenigen Sätzen ein klares Gemeindeleitbild formuliert ist, in dem das „Christsein vor Ort“ konkret beschrieben ist. Im weiteren Verlauf des Prozesses wird dieses Leitbild mit Leben gefüllt.

In der Zukunftswerkstatt wird kreativ gehämmert und gebastelt, bis alles schön ist und die Menschen sie sich zu Eigen gemacht haben. Dabei geht man gemeinsam der Frage nach, was in der Gemeinde Zukunft hat und was nicht. Welche Erfahrungen und Ereignisse haben die Gläubigen in ihrem Christsein geprägt? Wie sieht unsere Gemeinde in 15 Jahren aus? Warum ist es gut, dass es in Brilon eine katholische Kirche gibt? Die pastorale Arbeit bedeutet hier immer auch eine Antwort auf das gesellschaftliche Leben.

Im nächsten Schtritt nimmt die Lokale Kirchenetwicklung die Charismen und Fähigkeiten der Menschen in den Blick und entwickelt diese unter einer wertschätzenden Grundhaltung weiter, denn jeder Christ hat durch seine Taufe eine besondere Würde.

Nach Wahl und Berufung von ehrenamtlichen Mitgliedern in ein Gemeindeleitungsteam werden dann Unterstützerkreise von Ehrenamtlichen gebildet, die Anwaltschaften für die Themen Liturgie, Verkündigung und Diakonie übernehmen und dafür sorgen, dass diese Themen im Leitungsteam stets präsent sind.

Hier sind die Verbindungen zu Kommunionhelfern, Lektoren, Besuchsdiensten, Katechese und Ökumene wichtige Faktoren, um diakonisch tätig zu sein. Somit kommt der Vernetzung und Kommunikation ein weiterer wichtiger Schwerpunkt Lokaler Kirchenentwicklung zu, die sich stets durch die frohe Botschaft leiten läßt.

Im letzten Schritt geht es um Segnung und Sendung. Menschen, die verbindlich Verantwortung übernehmen, werden in der Sonntagsmesse gesegnet und gesendet. Der Gemeinde kommt dabei die wichtige Aufgabe zu, den Rücken zu stärken, alles zum Lobe Gottes und zur Freude der Menschen. So wird Gemeindeleben vor Ort glaubwürdig und authentisch.