Ökumenische "Woche für das Leben" beendet: Filmgottesdienst und Podiumsdiskussion

Beteiligten sich an dem Podiumsgespräch (v.l. sitzend): Anne Nähring (EFL Olpe-Siegen), Karin Kinkel-Lennemann (Trauerbegleiterin Lennestadt), Christina Schreiber (Gemeindereferentin Pastoralverbund Nördliches Siegerland), Pfarrer Friedhelm Rüsche (stellvertretender Dechant) und Simone van Overloop (Sozialpsychiatrischer Dienst Siegen) .pdpSiegen, 13. Mai 2019. Die Initiative „Woche für das Leben“ der katholischen und evangelischen Kirche findet bundesweit seit 25 Jahren statt. Sie war in diesem Jahr der Suizidprävention gewidmet; die Initiatoren wollten die vielfältigen Beratungsangebote für suizidgefährdete Menschen und für Angehörige von Menschen, die durch Suizid ums Leben gekommen sind, in der Öffentlichkeit stärker bekannt machen. In Zusammenarbeit mit der Telefonseelsorge hatten das Dekanat Siegen und der Evangelische Kirchenkreis zu zwei Veranstaltungen eingeladen.  

Am Montag, 6. Mai 2019, fanden zahlreiche Menschen den Weg in die Klosterkirche auf der Eremitage zu einem Ökumenischen Filmgottesdienst. Ausschnitte aus dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ beleuchteten die Situation von suizidalen Menschen, für die jeder Tag wie eine Zeitschleife ist. Pfarrerin Rebecca Schmidt griff in ihrer Predigt zahlreiche Zitate aus dem Film auf. Die Besucher verließen die Kirche sehr nachdenklich.  

In einem Podiumsgespräch stellte zwei Tage später Bernd Wagner von der Ökumenischen Telefonseelsorge Siegen das Projekt „Krisen-Kompass“ vor. Es wurde eine App entwickelt, die sozusagen als Erste-Hilfe-Koffer für die Hosentasche gelten soll. Die App ist gedacht sowohl für Angehörige, Freunde, wie auch für suizidale Menschen selbst. Die App ist ein Medium zur Suizidprävention durch Aufklärung und Hilfe zur Selbsthilfe. Sie ist ein Portal in dem Betroffene Unterstützung finden. Im Podiumsgespräch beleuchteten Menschen aus der Trauerbegleitung, aus der Ehe-Familien- und Lebensberatung, vom Sozial-Psychologischen Dienst wie auch eine betroffene Angehörige die Fragen rund um die Suizidalität.