Deutsch-polnische Begegnung zur Armut in Europa

Schülerinnen und Schüler der Katholischen Hauptschule Husen und der Partnerschule aus ZabrzeKommende DortmundDortmund, 11. Juni 2019. Auch wenn die Stimmung zwischen der deutschen und der polnischen Regierung auf europapolitischer Ebene zunehmend frostiger wird, setzt die Kommende Dortmund in Kooperation mit der Katholischen Hauptschule Dortmund Husen ein bewusstes Zeichen mit einer Begegnung zwischen polnischen und deutschen Jugendlichen. „Gemeinsam die Zukunft gestalten – Armut in Europa“, so lautet das Motto, unter dem die Kommende Dortmund ca. 40 Jugendliche aus Deutschland und Polen in der Woche vom 3. bis 7. Juni 2019 nach Dortmund einlud.

Das Thema Armut in Europa war dabei ganz bewusst gewählt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten sich mit ihrer gemeinsamen Zukunft in Europa auseinandersetzen und eigene Lösungsansätze entwickeln, wie sie sich konkret für ein friedliches und solidarisches Miteinander in Europa einsetzen können. So entstand eine gemeinschaftliche Atmosphäre, die den Jugendlichen die Chance bot sich gegenseitig näher kennenzulernen und frei von Nationalismen vorhandene Vorurteile abzubauen.

In Zusammenarbeit mit ihrer Stiftung beneVolens führte die Kommende Dortmund gemeinsam mit der Katholischen Hauptschule Husen bereits zum achten Mal das Projekt zum deutsch-polnischen Austausch durch. 2011 wurde das Projekt von der Landesregierung im Polen-NRW-Jahr ausgezeichnet. In diesem Jahr nahmen 18 Schülerinnen und Schüler des Sozialen Seminars der Katholischen Hauptschule Husen und 21 Schülerinnen und Schüler einer 10. Klasse aus Zabrze an der gemeinsamen Projektwoche teil. Bestandteil des einwöchigen Seminars waren Besuche bei sozialen Einrichtungen wie dem „Gasthaus statt Bank“, Gespräche mit jungen geflüchteten Männern und erlebnisorientierte Seminareinheiten. Ziel des Seminars ist es, den Schülerinnen und Schülern zum einen Initiativen bekannt zu machen, die sich um sozial-benachteiligte Menschen kümmern sowie zum anderen bestehende Vorurteile gegenüber Arbeitslosen und in Armut lebenden Menschen abzubauen und das zivilgesellschaftliche Engagement der Jugendlichen zu fördern. Letztendlich dient die gemeinsame Begegnung aber auch dem kulturellen Austausch und hilft auf diese Weise Ressentiments gegenüber den europäischen Nachbarn abzubauen. Nähere Informationen zum Projekt, das durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk unterstützt wird, und zur Arbeit der Kommende-Stiftung beneVolens finden Sie unter: www.beneVolens.de