Friedensgebet der Religionen bei „DORTBUNT!“

Beim „Friedensgebet der Religionen“ auf der Hauptbühne des Cityfestes „DORTBUNT!“ riefen die Vertreter von Juden, Christen und Muslimen zu Respekt und Vertrauen auf.pdpDortmund, 12. Mai 2019. Mit dem Läuten der Innenstadtkirchen und dem Friedensgebet der Religionen auf dem Friedensplatz begann am Sonntag in Dortmund der zweite Tag des Stadtfestes „DORTBUNT!“. Unter dem Banner „Wir alle sind Dortmund“ gestalteten Juden, Christen und Muslime auf der Hauptbühne das Gebet für Frieden, Vertrauen und einen respektvollen Umgang untereinander.

„Wir erkennen in unseren Religionen eine starke Kraft zum Frieden“, sagte Imam Ahmad Aweimer. Propst Andreas Coersmeier erinnerte an Abraham, auf den sich Juden, Christen und Muslime beziehen würden. Daher sei es auch der „Dialogkreis der Abrahamsreligionen“, der in Dortmund zu dem gut besuchten Friedensgebet aufgerufen habe.

„Es geht nicht ohne Vertrauen“, betonte Pfarrer Friedrich Stiller von der Evangelischen Kirche. Vertrauen bleibe immer ein Wagnis, sei aber auch ein Geschenk des anderen. Superintendentin Heike Proske und Ahmad Aweimer erinnerten an die „Opfer religiösen Wahns“ in Neuseeland, Sri Lanka und Kalifornien und riefen zu einer Schweigeminute auf. Vor einem gemeinsamen Friedensgruß wurde die „Dortmunder Selbstverpflichtung“ gesprochen, in der es heißt: „Wir wollen einander besser kennenlernen. Wir wollen den Glauben des anderen respektieren.“

Im Anschluss eröffnete Oberbürgermeister Ullrich Sierau das Cityfest mit mehr als 100 Künstlerinnen und Künstlern auf zehn Bühnen. Dies stehe für eine  Stadt mit vielen Gesichtern, eine „moderne, interkulturelle, interreligiöse und demokratische Stadt“.

Die Katholische Stadtkirche hatte zur „Oase der Ruhe“ in den Klostergarten an der Propsteikirche eingeladen.pdpWährend es bei den meisten Angeboten oft laut zuging, lud die Katholische Stadtkirche zur „Oase der Ruhe“ in den Klostergarten an der Propsteikirche ein. Am plätschernden Brunnen konnten die Besucherinnen und Besucher hier im Liegestuhl Platz nehmen, in der Hängematte schaukeln oder sich die Hände massieren lassen. Außerdem gab es Harfenkonzerte, frische Waffeln und Angebote für Kinder, wie Kinderschminken oder das Gestalten von Karten mit Stempeln.

Simone Goerigk, Dekanatsreferentin für Jugend u. Familie, gestaltete im Propsteigarten mit Kindern Postkarten.pdp