04/01 - GOTIK-Ausstellung noch bis zum 13. Januar

Die Gotik war eine Epoche der Superlative: Kathedralen erreichten nie gekannte Ausmaße, es entstanden himmelwärts strebende „Räume aus Licht“, bahnbrechende Innovationen erfassten das mittelalterliche Europa. Auf den Baustellen hielten neue Techniken Einzug, Bildhauer schufen Skulpturen, deren emotionale Kraft die Betrachtenden bis heute tief beeindruckt und berührt. Noch bis zum 13. Januar lädt das Diözesanmuseum Paderborn dazu ein, Geheimnisse und Schätze dieser spannenden Zeit in der Ausstellung „GOTIK – Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa“ zu erkunden.

Die viel beachtete und auch international hoch gelobte Ausstellung zeigt in sechs thematischen Bereichen ein Panorama jener Zeit des Wandels. Sie nimmt Ideen und Dynamiken in den Blick, die den internationalen Erfolg der Gotik begründeten: vom Bauprozess über wegweisende technische Neuerungen bis zu Fragen des Kulturtransfers und des Menschenbildes. Zu den hochkarätigen Exponaten, gehören unter anderem die sogenannten Reimser Palimpseste – die ältesten erhaltenen Architekturzeichnungen – sowie großartige Bildhauerwerke, Preziosen der Goldschmiedekunst, Elfenbeinschnitzerei und Buchmalerei, darunter einzigartige Leihgaben aus dem Pariser Louvre, dem Musée Cluny in Paris, oder der Domschatzkammer Aachen.

Zu den besonders prominenten Stücken zählen das kostbare Heiliggrabreliquiar aus dem Schatz der Kathedrale von Pamplona, das bislang noch nie in Deutschland gezeigt wurde, und die Originalfragmente des Schreins der heiligen Gertrud von Nivelles. Ungewöhnliche Einblicke in die Konstruktionstechniken gotischer Gebäude erlauben digitale Animationen und 3D-Modelle.

Weitere Informationen: www.dioezesanmuseum-paderborn.de