Haus der Dommusik eingeweiht

Haus der Dommusik Paderborn, 14. März 2010: Einweihung des Johannes Hatzfeld-Hauses als „Haus der Dommusik“.pdpPaderborn, 14. März 2010. Erzbischof Hans-Josef Becker weihte am Sonntag das „Haus der Dommusik – Johannes Hatzfeld Haus“ nach umfangreichen Renovierungsarbeiten ein. „Das Domkapitel wollte durch die Renovierung des Johannes Hatzfeld Hauses die Voraussetzungen für eine gute Chorarbeit der Paderborner Dommusik in den kommenden Jahrzehnten schaffen“, sagte Dompropst Dr. Wilhelm Hentze bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste.

Für die Jungen des Domchores, die Mädchen der Mädchenkantorei am Hohen Dom, die Sängerinnen und Sänger der Domkantorei und für die Sänger der Schola Gregoriana habe sich das Erzbistum und das Metropolitankapitel „sehr ins Zeug gelegt“, um ein Haus der Dommusik bereitzustellen, das den heutigen Möglichkeiten und Notwendigkeiten entspreche, so Dompropst Dr. Hentze. Sicherheit und Technik hätten entsprechende Investitionen notwendig gemacht. „Wir freuen uns, dass das Johannes Hatzfeld Haus nach umfangreicher und gründlicher Sanierung und Renovierung nun den Chören wieder zur Verfügung steht und dass auch unsere Dommusiker ihre Räume für ihre Arbeit beziehen können.“ Über den liturgischen Bereich hinaus, der die erste und wichtigste Aufgabe der Dommusik sei, leiste sie einen wichtigen Beitrag für die Kultur Paderborns. Nicht wenige Menschen kämen nicht zuletzt wegen der Dommusik nach Paderborn.

Im Dachgeschoß des Johannes Hatzfeld Hauses befindet sich der große Übungsraum der Paderborner Dommusik. Bei der regelmäßigen Gebäudebegehung durch die Brandschau wurde in der Vergangenheit insbesondere hier der fehlende zweite Rettungsweg bemängelt. Durch die seit 2008 durchgeführte Sanierung und Modernisierung ist jetzt ein zweiter baulicher Rettungsweg aus dem Dachgeschoß vorhanden und werden nun alle Brandschutzauflagen erfüllt. Mit der Erweiterung wurde die Erschließung des Gesamtgebäudes verbessert, so dass jetzt eine durchgängige Erreichbarkeit gegeben ist.

Im Gebäude stehen jetzt Räume für die Paderborner Dommusik und für die Aktion „Ein Messgewand für die Weltmission“ zur Verfügung. Die Sanierung und Renovierung wurde geplant und geleitet von Architekten der „Architekturwerkstatt Paderborn“. Insbesondere Handwerker aus der Region erhielten entsprechende Aufträge. Die Verglasung des neuen Treppenhauses wurde vom Schriftkünstler Brody Neuenschwander aus Belgien mit Texten aus der Musikliteratur künstlerisch gestaltet.

Das Johannes Hatzfeld Haus wurde vor 1900 vom Diözesanbaumeister Arnold Güldenpfennig gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es bis 1984 als Dompastorat genutzt. Seit 1984 war das Haus Übungsraum für die Paderborner Dommusik. Auch Telefonseelsorge und Dekanatsbüro waren vorübergehend darin untergebracht. Es ist benannt nach dem Priester, Musiker und Schriftsteller Johannes Hatzfeld (1882 – 1953), der sich weit über das Bistum Paderborn hinaus für die Kirchenmusik eingesetzt hat.