Besuch erkrankter Priester

Erzbischof Hans-Josef Becker (rechts) entpflichtete Prälat Gerhard Horstkemper vom Seelsorgeauftrag an erkrankten Priestern des Erzbistums Paderborn. Paderborn, 4. Februar 2010. „Ich bin dankbar, dass wir durch dich auch ganz persönlich erkrankte Mitbrüder begleiten konnten und können.“ Mit diesen Worten würdigte Erzbischof Hans-Josef Becker den Dienst von Prälat Gerhard Horstkemper, der im Auftrag des Erzbischofs erkrankte Priester im ganzen Erzbistum viele Jahre begleitet hat. Prälat Horstkemper bat aus Alters- und Gesundheitsgründen um Entpflichtung von dieser Aufgabe.

Die persönliche Nähe und Zuwendung auch zu den erkrankten Priestern des Erzbistums sei ihm ein wichtiges Anliegen, sagte Erzbischof Becker. „Es ist wichtig, dass wir die nicht vergessen, die ihr Leben lang aktiv ihren Dienst geleistet haben und nun ihren wohlverdienten Ruhestand erleben. Die Begleitung von älteren und erkrankten Priestern ist auch zukünftig ein bedeutendes Feld, da wir jetzt die starken Priesterjahrgänge haben, die in den Ruhestand gehen.“ Durch die Besuche und Gespräche von Prälat Horstkemper sei dies mit „hoher Zuverlässigkeit“ erfolgt. Er habe im Auftrag des Erzbistums gezeigt: „Wir sind da und begleiten“.

Seit 2003 habe er im Auftrag des Erzbistums Paderborn erkrankte Priester im Krankenhaus, in Rehabilitationszentren oder zu Hause besucht, sagte Prälat Horstkemper (82). Natürlich seien insbesondere ältere Mitbrüder von ihm besucht worden, doch hätten ihn die zahlreichen Fahrten durch das ganze Erzbistum auch zu jüngeren Priestern geführt. Die Herausforderung bei diesen Krankenbesuchen sei stets gewesen, sich auf den Einzelnen einzustellen, ihn persönlich anzusprechen. „Dass ich früher als Personaldezernent für das Pastorale Personal des Erzbistums Paderborn zuständig war, war natürlich von Vorteil, denn so kannte ich viele und viele kannten mich.“

Die von ihm besuchten Mitbrüder seien in der Regel dankbar gewesen für die persönliche Kontaktaufnahme „durch die Bistumsleitung“, sagte Prälat Horstkemper weiter. In „atmosphärisch dichten Gesprächen und Begegnungen“ seien diese Besuche von großer Bedeutung. Da er nun aber selbst 82 Jahre alt sei und „nicht mehr so könne wie früher“ habe er Erzbischof Becker um Entpflichtung von dieser bistumsweiten Aufgabe der Seelsorge an alten und erkrankten Priestern gebeten. „Ich danke dir von Herzen für deinen Dienst“ sagte Erzbischof Becker bei der offiziellen Entpflichtung von Prälat Gerhard Horstkemper.