Grabeskirche Liebfrauen eröffnet

Am Dienstag wurde die Grabeskirche Liebfrauen in Dortmund eröffnet. Die niedrigen Urnengrabfelder befinden sich im Mittelschiff der umgebauten Kirche. Dortmund, 3. November 2010. Mit der Grabeskirche Liebfrauen wurde am Dienstag, 2. November, dem Fest Allerseelen, in Dortmund die erste Kirche für Urnengräber im Erzbistum Paderborn eröffnet. Propst Andreas Coersmeier feierte den Eröffnungsgottesdienst mit zahlreichen Gästen in der frisch umgebauten Kirche. Dabei entzündete er die Osterkerze und weihte das Weihwasser.

„Die Grabeskirche Liebfrauen soll nicht nur ein Urnenfriedhof sein, sondern steht für das christliche Bekenntnis, dass das Leben im Tod nicht genommen, sondern gewandelt wird", erklärte Propst Coersmeier. Dies mache den besonderen Charakter der Urnengrabstätten in der dafür umgewandelten früheren Pfarrkirche Liebfrauen aus. „Die Grabeskirche ist nicht nur ein Ort der Toten, sie soll auch ein Ort für die Lebenden sein, an dem sie Trost und Hilfe finden können", so Coersmeier weiter. Dazu werde beispielsweise in enger Zusammenarbeit mit den Hospizdiensten St. Christophorus des Malteser Hilfsdienstes Angehörigen Begleitung, Hilfe und Austausch angeboten.

Bei der vom Architekturbüro Volker Staab (Berlin) entworfenen Umgestaltung des Kirchenraumes wurde darauf geachtet, den ursprünglichen Charakter der Kirche mit der neuen Nutzung in Einklang zu bringen. Die in dunklem Metall (Baubronze) gestalteten niedrigen Urnenkammern erinnern in Form und Anordnung an Kirchenbänke. Bewusst wurde auf hohe Stelen verzichtet.

Die Grabfelder, die sich um die Säulen im Hauptschiff der Kirche gruppieren, sind nach Heiligen und Personen benannt, die in einer Beziehung zur Gemeinde, der Stadt oder dem Erzbistum Paderborn stehen, wie etwa Liborius oder Bruder Jordan.

In der ersten Ausbaustufe werden 4200 Plätze für Urnengräber zur Verfügung stehen. „Bestattungen sind möglich in Urnenwahlgrabstätten mit zwei Urnenplätzen, Urnenreihengrabstätten oder Urnengemeinschaftsgräbern" erläutert  Verwaltungsleiterin Catrin Drewes. Es sei dabei nicht entscheidend, welcher christlichen Konfession der Verstorbene angehört.

Hoher Sanierungsbedarf und eine kleiner gewordene Gemeinde hatten 2008 zu der Entscheidung geführt, die 1883 gebaute Liebfrauenkirche umzunutzen und die Gemeinde mit der Propsteigemeinde zu vereinen.

Kontakt:
Grabeskirche Liebfrauen Dortmund
Amalienstraße 21a
44137 Dortmund
Telefon: 0231 54 50 45 95
Fax: 0231 54 50 45 97
Mail: info@grabeskirche-liebfrauen.de
Internet: www.grabeskirche-liebfrauen.de