Freitag, 20. Juli 2018

15. Woche im Jahreskreis, 29. Kalenderwoche

Stundenbuch: 3. Woche Bd. Im Jahreskreis

Margareta, Jungfrau, Märtyrin in Antiochien (um 307);
Apollinaris, Bischof, Märtyrer (um 200)

Hinweis:
Der hier zur Verfügung gestellte liturgische Kalender berücksichtigt nicht die Eigenfeiern im Erzbistum Paderborn. Ein Überblick über diese Eigenfeiern steht hier zur Verfügung.

Jes 38,1-6.21-22.7-8; Jes 38,10-12d.16.20; Mt 12,1-8

Lesung (Jes 38,1-6.21-22.7-8)

Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen

1




In jenen Tagen wurde Hiskíja schwer krank
   und war dem Tod nahe.
Der Prophet Jesája, der Sohn des Amoz, kam zu ihm
und sagte: So spricht der Herr:
Bestell dein Haus;
   denn du wirst sterben, du wirst nicht am Leben bleiben.

2
Da drehte sich Hiskíja mit dem Gesicht zur Wand
   und betete zum Herrn:
3



Ach Herr, denk daran,
   dass ich mein Leben lang treu und mit aufrichtigem Herzen
   meinen Weg vor deinen Augen gegangen bin
   und dass ich immer getan habe, was dir gefällt.
Und Hiskíja begann laut zu weinen.

4 Da erging das Wort des Herrn an Jesája:
5



Geh zu Hiskíja
und sag zu ihm:
   So spricht der Herr, der Gott deines Vaters David:
Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen.
Ich will zu deiner Lebenszeit noch fünfzehn Jahre hinzufügen.
6

Und ich will dich und diese Stadt
   aus der Gewalt des Königs von Assur retten
   und diese Stadt beschützen.

21


Darauf sagte Jesája:
   Man hole einen Feigenbrei
   und streiche ihn auf das Geschwür,
   damit der König gesund wird.
22

Hiskíja aber fragte Jesája:
   Was ist das Zeichen dafür,
   dass ich wieder zum Haus des Herrn hinaufgehen werde?

7
Das soll für dich das Zeichen des Herrn sein,
   dass der Herr sein Versprechen halten wird:
8




Siehe, ich lasse den Schatten,
   der auf den Stufen des Ahas bereits herabgestiegen ist,
   wieder zehn Stufen hinaufsteigen.
Da stieg der Schatten
   auf den Stufen, die er bereits herabgestiegen war,
   wieder zehn Stufen hinauf.


Antwortpsalm (Jes 38,10-12d.16.20)

R Herr, du hast mich gerettet
aus meiner bitteren Not. - R


10

Ich sagte: In der Mitte meiner Tage +
muss ich hinab zu den Pforten der Unterwelt, *
man raubt mir den Rest meiner Jahre.

11
Ich darf den Herrn nicht mehr schauen im Land der Lebenden, *
keinen Menschen mehr sehen bei den Bewohnern der Erde. - (R)

12a Meine Hütte bricht man über mir ab, *
12b man schafft sie weg wie das Zelt eines Hirten.

12c Wie ein Weber hast du mein Leben zu Ende gewoben, *
12d du schneidest mich ab wie ein fertig gewobenes Tuch. - (R)

16
Herr, ich vertraue auf dich; du hast mich geprüft. *
Mach mich gesund und lass mich wieder genesen!

20
Der Herr war bereit, mir zu helfen; *
wir wollen singen und spielen im Haus des Herrn, solange wir leben. - R


Evangelium (Mt 12,1-8)

Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat

1

In jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder.
Seine Jünger hatten Hunger;
sie rissen deshalb Ähren ab und aßen davon.

2

Die Pharisäer sahen es
und sagten zu ihm: Sieh her,
deine Jünger tun etwas, das am Sabbat verboten ist.

3


Da sagte er zu ihnen:
   Habt ihr nicht gelesen,
   was David getan hat,
   als er und seine Begleiter hungrig waren
4


- wie er in das Haus Gottes ging
   und wie sie die heiligen Brote aßen,
   die weder er noch seine Begleiter,
   sondern nur die Priester essen durften?

5

Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen,
   dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen,
   ohne sich schuldig zu machen?
6
Ich sage euch:
Hier ist einer, der größer ist als der Tempel.

7

Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt:
Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer,
   dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt;
8 denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.