02/11 - Vortrag über mittelalterlichen Lettner im Paderborner Dom

2. November 2017. Auch der Paderborner Dom besaß vom 13. bis weit ins 17. Jahrhundert hinein einen für die damalige Zeit nicht untypischen Lettner, der wie eine Art Schranke den Chorraum vom Langhaus trennte. Dr. Norbert Börste, Lehrbeauftragter für Kunstgeschichte an der Theologischen Fakultät Paderborn, hat die Geschichte und Bedeutung „des mittelalterlichen Lettners des Paderborner Domes“ nun im Rahmen der "Montagsakademie" am Montagabend, 30. Oktober näher in den Blick genommen.

Der Lettner im Paderborner Dom habe bis 1652 gestanden, „als man den barocken Choraufgang schuf und die Reste der Lettneranlage mit verbaute“, erklärte Dr. Börste im gut besuchten Audimax der Theologischen Fakultät. „Es war eine steinerne Schranke, die den Domraum für das Domkapitelskollegium vom übrigen Kirchenraum, der für die Laien bestimmt war, abtrennte. Seine Blütezeit habe der Lettner in der Gotik gehabt und „wurde später in der Funktion als Lectorium allmählich von der Kanzel ersetzt“. Der Begriff „Lettner“ stamme vom lateinischen „lectorium“, was übersetzt so viel heißt wie „Lesepult“.

Der ausführliche Bericht steht auf der Internetseite der Theologischen Fakultät zur Verfügung.