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Gegenüberstellung der Himmelsvermessung zur Zeit Eisenhoits und heute – Aufnahme des Weltraumteleskops "Hubble" vom Deep Field

 

Werke für den landgräflichen Hof in Kassel

Als enger Mitarbeiter des Mathematikers und Kasseler Hofuhrmachers Jost Bürgi gestaltete Eisenhoit die Sternbildergravuren auf den von Bürgi bis zum Jahr 1594 konstruierten automatischen Himmelsgloben und einer Armillar­sphäre, von denen sich fünf kostbare Exemplare bis heute in Museen in Kassel, Paris, Zürich und Stockholm erhalten haben. Es sind überragende technische Meisterleistungen, die mit größter künstlerischer Sorgfalt ausgestattet wurden. Sie waren unter anderem bestimmt für die Wissenschaftskammer des Kassler Hofes, wo Landgraf Wilhelm IV. von Hessen ­Kassel im Jahr 1560 die erste fest eingerichtete Sternwarte der europäischen Neuzeit begründete. Im Mikrokosmos der enzyklopädischen Sammlungen der Kunst- und Wunderkammern an den Fürstenhöfen bildete sich der fest in der Göttlichen Ordnung verankerte Makrokosmos ab, wobei viel Raum für Wunderbares und Außernatürliches blieb, das die Zeitgenossen faszinierte. Zugleich waren die Kunstkammern an den Fürstenhöfen die Laboratorien für innovative technische, künstle­rische und wissenschaftliche Entwicklungen. Dabei stand die Kunst – wie Eisenhoit beweist – als gleichberechtigter Partner im Verbund mit Wissenschaft und Technik.

Einordnung

Lehrjahre und Aufenthalt in Rom

Das Kapellensilber für Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg

Leihgaben aus großen Museen
und Sammlungen

Katalog

Die zeitgleiche Ausstellung des Kooperationspartners
Museum im „Stern“, Warburg

 

Automatischer Himmelsglobus (I) Jost Bürgi, Gravuren: Antonius Eisenhoit, Kassel, um 1582-1586, Kassel, Staatliche Museen, Museum für Astronomie und Technikgeschichte