Blick auf die gotischen Fenster und auf die Totenleuchte (Südwand)

Am 17. Januar, 22. März und 27. März 1945, kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges (1939-1945), trafen schwere Bombenangriffe die Stadt Paderborn. Von den immensen Schäden, die die Bombardements verursachten, blieb auch der Hohe Dom nicht verschont: Die eingestürzten Giebel, der zerstörte Kreuzgang, die ausgebrannte Halle sowie der helmlose Turm zählten dabei zu den schlimmsten Verwüstungen. Außerdem wurden unersetzliche Schätze wie etwa der barocke Hochaltar für immer vernichtet. Eine Totenleuchte am mittleren Giebel auf der Südseite des Langhauses erinnert an die Opfer dieser furchtbaren Ereignisse.

Von 1945 bis 1949 wurde der Dom wieder aufgebaut. Der Domturm, das Atrium und der Kreuzgang waren 1954/55 wieder hergestellt. Es folgten Ausgrabungen unter dem Turm und an der Nordseite des Domes sowie eine Gesamtrestaurierung in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Diese Maßnahmen sicherten nicht nur den Bestand des Domes, sondern brachten auch Licht in seiner Baugeschichte und die seiner Vorgängerbauten.