Taufstein und Taufschranke

Im südlichen Nebenjoch des Querhauses und damit in der Nähe zum Domeingang durch das Paradiesportal befindet sich der Taufstein aus dem Jahr 1924. Bereits 1626 entstand die Taufschranke, die den Taufstein umgibt. Gerhard Gröninger (um 1582 - 1652) schuf sie im Stil des Manierismus * mit Darstellungen der zwölf Apostel. Sechs der Apostelfiguren wurden später von Dietrich Gröninger (1618-1667), dem Sohn Gerhards, erneuert.

Die Apostel geben mit ihrem Zeugnis dem Täufling die notwendige Glaubensgewissheit, um in die Kirche aufgenommen zu werden. Dass sich Taufstein und Taufschranke in der Nähe zum Eingang des Domes befinden, ist also kein Zufall: Sie sind wie ein Tor, durch die sich der Täufling in die Gemeinde eintritt.

* Manierismus: Manierismus (ital. maniera: Stil, Manier) bezeichnet in der Kunstgeschichte die Übergangsform zwischen der Renaissance und dem Barock. In Deutschland umfasst er in etwa die Zeit zwischen 1560 und 1610.