Pfeiler, Apostel, Glaubensbekenntnis

Dass der Dom die Vision des „Himmlischen Jerusalem“, der apokalyptischen Himmelsstadt (Offb 21,14), erlebbar macht, hängt vor allem mit dem weit ausspannenden Gewölbe zusammen, das von 14 mächtigen Pfeilern getragen wird. Sechs Pfeiler sind es im Langhaus, vier an der Westvierung, vier an der Ostvierung *.

Dompropst Arnold von Horst (1590-1630) stiftete um 1608/1609 Figuren der zwölf Apostel für die Pfeiler, geschaffen wurden sie von Heinrich Gröninger (um 1578-1631). In Langhaus, Ost- und Westvierung sind jeweils vier von ihnen zu finden. Die Statuen der Apostelfürsten Petrus und Paulus haben in Rundbogennischen an den Pfeilern des Hochchores (Ostvierung) einen Ehrenplatz erhalten. Über jeder Figur ließ Arnold von Horst eine Schrifttafel anbringen, auf der je ein Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses geschrieben ist.

Auf diese Weise werden die Apostel als Zeugen des Glaubens dargestellt. Sie sind seine tragenden Säulen.

* Als Vierung wird der Raum bezeichnet, der beim Zusammentreffen von Haupt- und Querschiff einer Kirche entsteht.