Bronzeplatten mit Namen der Bischöfe von Paderborn

Auf zwei Bronzeplatten in der Bischofsgruft sind lückenlos die Namen aller 62 Paderborner Bischöfe bis 1920 verzeichnet: von Hathumar, dem ersten Bischof, über die Bischöfe des Mittelalters, der Reformation, des Barock und der Aufklärung bis hin zu den Zeiten von Säkularisation, Industrialisierung und dem 1. Weltkrieg (1914-1918). Die Namen der drei Erzbischöfe seit 1920 (Caspar Klein (1920-1941), Lorenz Kardinal Jaeger (1941-1973) und Johannes Joachim Kardinal Degenhardt (1974-2002)) befinden sich auf den Verschlussplatten der Grabkammern, in denen sie bestattet sind.

Wappen und Leitspruch des amtierenden 66. Bischofs und vierten Erzbischofs von Paderborn Hans-Josef Becker ist auf der Kathedra, dem Sitz des Erzbischofs, zu finden. Die Kathedra steht im Unterchor des Domes, der sich unmittelbar „über“ der Bischofsgruft in der tiefer gelegenen Krypta befindet. Auf diese Weise befindet sich sein Wappen „über“ den beiden Tafeln mit den Namen seiner Vorgänger. Diese vertikale Anordnung verdeutlicht, dass sich der amtierende Bischof mit seinen Vorgängern in einer Linie weiß, die in und auf der Nachfolge Christi und dem Zeugnis der Apostel gründet. Man findet hier also ein gelungenes Beispiel für die Darstellung der Apostolischen Nachfolge* im allgemeinen und der Paderborner Kirchengeschichte im Besonderen.

* Apostolische Nachfolge (lat. succesio apostolica) ist die ununterbrochene Weitergabe des Bischofsamtes ausgehend von den Aposteln.