Konrad-Martin-Kapelle

Als einer der großen Bischöfe der Paderborner Kirche wird Bischof Konrad Martin verehrt (geb. 18.5.1812 in Geismar (Eichsfeld), gest. 16.7.1879 im belgischen Mont St. Guibert). Von 1856 bis 1879 war er Bischof der Diözese Paderborn. Mutig war sein Auftreten im Kulturkampf, in dem er gegen staatliche Gesetze, die nach seiner Überzeugung in das kirchliche Leben eingriffen und die Stellung der katholischen Kirche schwächten, deutliche Position bezog. Als Bischof Konrad Martin 1874 ein Hirtenschreiben erließ, in dem er gegen die Gesetze protestierte und zum Festhalten an der Lehre vom Primat des Papstes aufforderte, wurde er verhaftet. Er starb am 16. Juli 1879 nach Jahren der Haft und Verbannung im belgischen Mont St. Guibert. Am 24. Juli 1879 wurde er im Paderborner Dom beigesetzt. Die Überführung seiner Gebeine aus Belgien wurde durch die Vermittlung Pauline von Mallinckrodts (1817-1881) ermöglicht, der Gründerin der Kongregation der Schwestern der Christlichen Liebe.