Grab des heiligen Liborius

Badurad (815-862), dem zweiten Bischof des Bistums, ist es zu verdanken, dass sich die Paderborner Kirche seit der Überführung der Reliquien des hl. Liborius im Jahre 836 seiner besonderen Fürsprache als Dom- und Bistumspatron versichern kann. Zunächst diente eine Ringkrypta im Westchor des Badurad-Domes als Grab für den Heiligen. Schon hundert Jahre später wurde es durch Bischof Rethar (983-1009) in die Krypta unter den Ostchor verlegt und ist seit dieser Zeit unter dem dortigen Altar Ort der Verehrung durch die Gläubigen.

In den Wirren des 30-jährigen Krieges (1618-1648) wurde der erste Libori-Schrein zerstört und die Reliquien des Heiligen von dem „tollen“ Christian von Braunschweig 1622 geraubt. Nach der Rückführung der Reliquien im Jahr 1627 musste ein neuer Schrein geschaffen werden. In diesem Schrein werden die Reliquien des Heiligen bis heute an dessen Fest- und Gedenktagen erhoben und zur Verehrung ausgesetzt. Außerhalb der Festtage kann er im benachbarten Diözesanmuseum besichtigt werden.