Über 2.000 PGR-Mitglieder im Erzbistum beteiligten sich an Umfrage

PGR-Mitglieder aus den 19 Dekanaten des Erzbistums nahmen an dem Projektforum „Zukunft der Räte in den neuen pastoralen Räumen“ teil. Paderborn, 26. September 2011. Die im Frühjahr dieses Jahres durchgeführte Umfrage unter Pfarrgemeinderäten (PGRs) im Erzbistum Paderborn stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung, die am Samstag im Paderborner Liborianum stattfand. Zum Projektforum „Zukunft der Räte in den neuen pastoralen Räumen“ waren aus allen 19 Dekanaten der Erzdiözese ehrenamtliche PGR-Mitglieder gekommen, um die Ergebnisse der Befragung zu erfahren. Die Umfrage nahm unter anderem in den Blick, wie die Pfarrgemeinderäte mit den anstehenden Umbrüchen und Umstrukturierungen in der Seelsorge umgehen.

Von über 5.700 Pfarrgemeinderatsmitgliedern im Erzbistum machten 2015 Frauen und Männer bei der Umfrage mit. „Wir sind sehr zufrieden mit der Beteiligung“, so Monsignore Thomas Dornseifer, Leiter der Hauptabteilung Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat. Die Ergebnisse seien spannend und sollten miteinander diskutiert werden.

Matthias Kolk, Referent für Rätearbeit in der Hauptabteilung Pastorale Dienste, stellte den 125 Teilnehmern des Projektforums die Umfrageergebnisse vor. Dazu zählte auch eine Charakterisierung des „typischen PGR-Mitglieds“ im Erzbistum Paderborn: Dieses sei verheiratet, habe mindestens ein Kind, mindestens die Mittlere Reife und lebe bereits mindestens 10 Jahre in der Pfarrei. Auf mehr als die Hälfte der befragten Personen treffe diese Beschreibung zu.

Monsignore Thomas Dornseifer, Leiter der Hauptabteilung Pastorale Dienste, bezeichnete die Ergebnisse der Umfrage als „spannend“. Die Umfrage zeige weiter, dass der Wunsch, das Leben in der Pfarrei mitzugestalten, die wichtigste Motivation für eine Kandidatur zum Pfarrgemeinderat ist. Auch seien die befragten Personen mit ihrer Mitgliedschaft im Gremium eher zufrieden. Ausschlaggebend für die Zufriedenheit seien vor allem ein gutes Miteinander im Gremium sowie die Möglichkeit, wichtige Themen zu bearbeiten. Als vertrautes Kirchenbild nannten die meisten das Bild „Kirche als Heimat“, „Kirche als Gemeinschaft der Getauften“ und „Kirche als Ort des Sakramentenempfangs“. Die größte Herausforderung für die Pfarreien sahen die meisten im „Weiterleben des Glaubens“, dem „Erhalten und Gestalten von Gottesdiensten vor Ort“ sowie dem „Gewinn von Ehrenamtlichen“.

Die Umfrage mache deutlich, dass viele PGR-Mitglieder der Bildung der neuen pastoralen Räume auch mit Sorge entgegen sehen, so Kolk ausgehend von den Antworten der PGR-Mitglieder. Mit dem von Erzbischof Hans-Josef Becker angestoßenen Thema „Pastoral der Berufung“ hätten sich bereits mehr als die Hälfte der Befragten auseinandergesetzt. Viele gaben an, dass ihnen ihre Tätigkeit im Pfarrgemeinderat dadurch in einem neuen Licht erscheine.