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Wiedereintritt in die Katholische Kirche

Wenn Sie (wieder) in die Kirche eintreten wollen: Die Tür steht offen

Sie haben Ihren Kirchenaustritt erklärt?

 „Mitglied“ der katholischen Kirche wird man durch die Taufe. Wer getauft ist, gehört unwiderruflich zur Gemeinschaft mit Jesus Christus und zur Gemeinschaft derer, die an Jesus Christus glauben. So verstanden gibt es keine Kündigung, keinen Austritt aus der Gemeinschaft der Gläubigen. Deshalb findet auch beim Wiedereintritt keine zweite Taufe statt.

Wenn man in Deutschland von Kirchenaustritt spricht, dann ist der Verwaltungsakt gemeint, bei dem Getaufte vor dem Amtsgericht (NRW, Hessen) bzw. Standesamt (Niedersachsen) persönlich oder schriftlich erklären, dass sie nicht mehr zu ihrer Religionsgemeinschaft gehören wollen.

Die Kirche urteilt nicht über innere Beweggründe, die zu diesem Schritt führen. Sie respektiert die persönliche Entscheidung. Sie muss sich auch selbst prüfen, wo sie Ärgernis gegeben hat und Anlass für die Austrittserklärung war.

Äußerlich dokumentiert sich der Kirchenaustritt durch den Wegfall der Kirchensteuer. Doch mit Ihrer Erklärung haben Sie sich auch außerhalb der sichtbaren kirchlichen Gemeinschaft gestellt und damit auch vom Empfang der Sakramente ausgeschlossen (vgl. Allgemeines Dekret der Deutschen Bischofskonferenz vom 24. September 2012 zum Kirchenaustritt).

Die Tür steht offen

Vielleicht ist Ihnen nach einer Zeit des Abstandes oder aufgrund neuer Erfahrungen der Wunsch entstanden, wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen zu werden. Sie werden bei der Kirche offene Türen finden.

Wer aus der Kirche ausgetreten ist und seinen Schritt rückgängig machen will, steht vor folgenden Fragen:
Was waren die Gründe für meinen Austritt, von welchen Motiven ließ ich mich leiten?
Welche Rolle in meinem Leben spielten damals, welche Rolle spielen heute Glaube und Kirche?
Was bewegt mich dazu, wieder in die Kirche einzutreten?

Der Weg in die Kirche

Das Gespräch mit Ihrem Pfarrer oder einem anderen Priester, Diakon oder einer Gemeindereferentin bzw. einem Gemeindereferenten Ihres Vertrauens können bei der Klärung dieser Fragen helfen. Mit Ihnen gemeinsam wird der Antrag auf Wiederaufnahme formulieren.

Sollten Sie einer anderen Glaubensgemeinschaft beigetreten sein, besteht der erste Schritt darin, dass Sie dort Ihren Austritt erklären.

Die Wiederaufnahme soll nicht nur einen Rechtsakt darstellen, sie ist ein bewusster Neuanfang in der Glaubensgemeinschaft.

Deshalb vollzieht sich die Wiederaufnahme in einer schlichten Feier – nach Ihrem Wunsch in Ihrer Gemeinde oder gemeinsam mit dem Priester, der Sie aufnimmt.   Mit dem Glaubensbekenntnis drücken Sie Ihren Willen aus, wieder zur Gemeinschaft der katholischen Kirche zu gehören. Der Priester erklärt dann im Namen der Kirche, dass Sie wieder aufgenommen sind (Die weiteren Verwaltungsschritte erledigt die Stelle, die Sie aufnimmt).

Ansprechpartner für alle, die wieder in die katholische Kirche eintreten wollen, ist in der Regel der örtliche Pfarrer oder aber jeder andere Priester.

Informationen zu praktisch-rechtlichen Fragen gibt es außerdem bei:
Sekretariat Kirchenrecht im Erzbischöflichen Generalvikariat Domplatz 3 33098 Paderborn Tel. (0 52 51) 1 25 12 58 E-Mail:

 Infos Wiedereintritt