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Was unsere Handys mit dem Krieg im Kongo zu tun haben

19.Januar 2017 19:00 Uhr

Die missio-Referentin Theresa Fuhrmann, der Leiter für Wirtschaft und Gesellschaft im HNF Dietmar Schulte, die Vorsitzende Katharina Brechmann und Referentin Andrea Schütt vom kfd-Diözesanverband freuen sich auf interessierte Gäste (v.l.).kfd-Diözesanverband„Handys recyceln – Gutes tun“ lautet das Thema eines Vortrags im Rahmen der Ausstellung KonsumKompass im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn. Dazu laden der Diözesanverband Paderborn der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und das internationale katholische Hilfswerk missio am Donnerstag, 19. Januar, um 19 Uhr alle Interessierten ein. Die Aufgabenschwerpunkte der kfd-Diözesanreferentin Andrea Schütt liegen in den Bereichen Klimaschutz, Fairer Handel sowie Konsum und Nachhaltigkeit. Theresa Fuhrmann ist missio-Diözesanreferentin für das Erzbistum Paderborn und seit 2016 Referentin beim mundus Eine Welt e.V. Die beiden zeigen Zusammenhänge auf, die zwischen dem Krieg im Kongo, den Frauen in diesem afrikanischen Land und geschätzten über 100 Millionen ausgedienten Handys in deutschen Schubladen liegen. Nach dem Vortrag schließt sich eine Diskussion an. Die Ausstellung KonsumKompass ist an diesem Tag bis zum Beginn des Vortrags um 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.  

Viele machen sich Gedanken über veganes Essen, faire Tulpen und Öko-Strom, aber kaum jemand über Handys. Die werden alle ein bis zwei Jahre gewechselt, wenn es neue Modelle gibt. In jedem Smartphone sind bis zu 30 verschiedene Metalle verarbeitet. Etwa die Hälfte stammt aus den Minen des Ost-Kongo. Hier kämpfen bewaffnete Milizen um die Vorherrschaft in den Coltanminen und finanzieren durch illegale Rohstoffverkäufe ihren Krieg. Der Konflikt trifft vor allem Familien und Frauen, die unter sexueller Gewalt leiden. Das Coltan ist nicht der einzige Grund für den Krieg, aber es ist eine Geldquelle für die Rebellen. „Wenn wir verhindern können, dass dieses Geld weiterhin zu den bewaffneten Gruppen fließt, dann würde dies Wirkung zeigen“, sind die beiden Referentinnen überzeugt.