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Public Viewing: Fußball-WM 2014 in den Pfarreien

Vom 12. Juni bis zum 13. Juli 2014 findet die Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien statt. Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) hat Kontakt mit den betroffenen Rechteinhabern aufgenommen, um allen Pfarreien und katholischen Einrichtungen, die anlässlich der Fußball-WM die Spiele öffentlich zeigen möchten, eine rechtlich abgesicherte Möglichkeit dazu zu verschaffen. In einem diesbezüglichen Rundschreiben weist der VDD auf folgende, bei der öffentlichen Aufführung der WM-Spiele (sog. „Public Viewing“) zu beachtenden Aspekte hin:  

1. Die Übertragungsrechte am Fernsehbild  

Die Übertragungsrechte von WM-Spielen (über ARD, ZDF, RTL, Sky etc.) liegen bei der FIFA.  

a)      Nicht-kommerzielles Public Viewing

Für ein nicht-kommerzielles Public Viewing ist keine Gebühr an die FIFA zu zahlen. Ebenso ist keine Anmeldung bei der FIFA erforderlich. Nicht-kommerziell ist das Public Viewing, wenn weder direkt noch indirekt Eintrittsgelder verlangt werden und kein Sponsoring stattfindet. Die Zahl der Zuschauer sowie die Größe des Bildschirms spielen keine Rolle. Der Verkauf von Speisen, Getränken und anderen Waren ist ausdrücklich gestattet, nur ein Mindest- bzw. Zwangsverzehr ist verboten. Die weiteren Einzelheiten sind dem entsprechenden FIFA-Reglement zu entnehmen.  

b)     Kommerzielles Public Viewing

Ist ein kommerzieller Anlass gegeben, weil insbesondere Eintrittsgelder gefordert werden, müssen für die jeweiligen Lizenzen Gebühren an die FIFA entrichtet werden. Die Frage, wann ein Public Viewing kommerziell ist, wird von der FIFA wie folgt beantwortet:

- Das Verlangen von Eintrittsgeld führt automatisch zur Annahme eines kommerziellen Public Viewing.
- Sollten Sponsoren Bestandteil des Public Viewing sein, ist dieses in jedem Fall kommerziell.

Die Anmeldung einer kommerziellen Public-Viewing-Veranstaltung hat ausschließlich online über die Adresse http://www.publicviewing2014.fifa.com zu erfolgen. Die weiteren Einzelheiten sind dem entsprechenden FIFA-Reglement zu entnehmen.  

2. Die Rechte am Fernseh-Ton (GEMA, GVL und VG Wort)

Da bei der Übertragung der WM-Spiele auch der WM-Song, die Nationalhymnen und in den Pausen Werbung mit Musik sowie Kommentare der Reporter öffentlich wiedergegeben werden, haben auch die Verwertungsgesellschaften GEMA, GVL und VG Wort urheberrechtliche Ansprüche. Diese Rechte werden im Gegensatz zu den Fernsehbildern nicht kostenfrei weitergegeben. Die GEMA hat die Vergütungstarife für die Fußball-WM bisher noch nicht bekannt gegeben, allerdings ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Wochen eine entsprechende Veröffentlichung unter http://www.gema.de/ erfolgt. Auf diesen Tarif erhalten die katholischen Einrichtungen noch einen Sondernachlass in Höhe von 20 Prozent auf den Nettopreis. Diese Gebühren sind von jeder teilnehmenden Pfarrei oder Einrichtung unmittelbar an die GEMA zu entrichten. Die entsprechenden Anmeldungen sind vor der öffentlichen Aufführung formlos per Fax oder E-Mail bei der zuständigen GEMA-Bezirkdirektion vorzunehmen.  

3. Rundfunkbeitrag

Entsprechendes gilt auch für den Rundfunkbeitrag. Der „ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice“ erhebt die Rundfunkgebühr, mit der die Programme unter anderem der öffentlich-rechtlichen Sender der ARD und ZDF finanziert werden. Alle noch nicht angemeldeten TV-Geräte müssen dem Beitragsservice angezeigt und für die zwei WM-Monate Gebühren gezahlt werden. Werden die Spiele auf einem (Großbild-)Fernseher vorgeführt, für den bereits der Rundfunkbeitrag gezahlt wird, umfasst dies auch die WM-Spiele, so dass keine gesonderte Anmeldung mehr erforderlich ist.  

4. Rückfragen

Für etwaige Rückfragen steht das Rechtsamt des Erzbischöflichen Generalvikariates unter rechtsamt@erzbistum-paderborn.de oder Tel. 05251/125-1210 zur Verfügung.  

Nähere Informationen finden Sie außerdem untenstehend in den angehängten PDF-Dokumenten  

Download: Fifa-Reglement für Public-Viewing-Veranstaltungen  

Download: Übersicht über die GEMA-Bezirksdirektionen  

Download: Flyer zum Aktionsbündnis „Steilpass“ von Adveniat, DJK, KAB, KLJB und Kolping International