Preisträger 1982: Jan Kardinal Willebrands

Im Jahr der ersten direkten europäischen Wahlen war der Erzbischof von Krakau, Karol Kardinal Wojtyla, als erster Níchtitaliener seit vier Jahrhunderten zum Papst gewählt worden. Von Beginn seiner Amtszeit an wies Johannes Paul II. immer wieder darauf hin, daß zu Europa von ihrer Geschichte und Kultur her auch die Völker des Ostens gehören, die durch den Eisernen Vorhang vom Westen getrennt waren. Der christliche Glaube sei die gemeinsame Wurzel des Völker dieses Kontinents. Immer wieder richtete er den Blick der Menschen auf den Osten.

Derjenige, der im Bemühen um die christliche Einheit sich der Friedenssicherung widmete, war der ehemalige Erzbischof von Utrecht und damalige Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Jan Kardinal Willebrands. Er war bestimmt von dem Gedanken des II. Vatikanischen Konzils, daß das Zeugnis der Christen in der Welt um so glaubwürdiger ist, je mehr sie es gemeinsam ablegen können. Im Willen, daraufhinzu wirken, knüpfte er vertrauensvolle Kontakte zu den Kirchen des Ostens. Er war sich bewußt, daß die ökumenische Arbeit großer Geduld bedarf, aber in der Zukunft zum Erfolg führen wird. Die Zuerkennung der "St.-Liborius-Medaille für Einheit und Frieden" an diesen unermüdlichen Ökumeniker sollte Zeichen und Ermunterung für viele sein, seinen Weg der Zielstrebigkeit, der Geduld und der unerschütterlichen Hoffnung für die Einheit der Kirche mitzugehen, die ein wichtiger Schritt auf den Frieden der Welt zu ist.

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