Im Jahr 1977 stiftete Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt im Vorfeld der ersten direkten Wahlen zum Europäischen Parlament die "St. Liborius-Medaille für Einheit und Frieden".

Am 28.10.2007 überreichte Erzbischof Hans-Josef Becker dem luxemburgischen Premierminister Dr. Jean-Claude Juncker die St.-Liborius-Medaille für Einheit und Frieden.

Die Wunde der Teilung Deutschlands hat dazu geführt, dass viele, die in unserem Land politische Verantwortung getragen haben, sich verstärkt für die Einheit Deutschlands in einem zusammenwachsenden Europa eingesetzt haben. Zu dem Kreis dieser Persönlichkeiten gehört auch Bundeskanzler a. D. Dr. Helmut Kohl.

Als Ausdruck des Dankes für seine vielfältigen und beharrlichen Bemühungen um ein „dem Frieden und der Eintracht dienendes Europa“ erhielt Wladyslaw Bartoszewski, ehemaliger polnischer Außenminister, die Medaille.

Als Hilfstransporte nach Ungarn aus dem Westen möglich wurden, ergriff Freifrau Csilla von Boeselager, selbst gebürtige Ungarin, die Initiative und organisierte die ersten Hilfstransporte. Ihr Einsatz mündete in die Gründung des "Ungarischen Malteser Caritas-Dienstes" - "zur Wahrung des Glaubens und zur Hilfe für Bedürftige" - zunächst in Deutschland, wenig später in Ungarn.

1986 beging das Erzbistum Paderborn die Feier des 1150. Jahrestages der Übertragung der Reliquien des Hl. Liborius nach Paderborn. In diesem Jahr erhielt Dr. Pierre Pflimlin, langjähriger Präsident der französischen Nationalversammlung und zeitweise Präsident des Europäischen Parlamentes, die Libori-Medaille.

Als Karol Wojtyla Papst geworden war und immer wieder seinen Blick auf die Menschen im Osten richtete, knüpfte Jan Kardinal Willebrands, ehemaliger Erzbischof von Utrecht und damalige Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, vertrauensvolle Kontakte zu den Kirchen des Ostens.

Während sich im Stiftungsjahr 1977 die nationalen Regierungen, Parteien und Bürger auf die Wahlen vorbereiteten, schien die Entwicklung der europäischen Institutionen seit einiger Zeit zu stagnieren. Schon im Dezember 1975 hatte der belgische Premierminister Leo Tindemans ein vielversprechendes Gutachten zur europäischen Entwicklung vorgelegt.