Missionsgarten und Missionsbasar

Im Missionsbasar (Foto 2014) können Produkte aus fairem Handel erworben werden. Der Erlös aus Missionsgarten und Missionsbasar geht an Entwicklungsinitiativen in Afrika, Asien und Südamerika.pdpPaderborn, 15. Juli 2015. Essen und Trinken kann man während der Liboriwoche im gastlichen Missionsgarten im Garten des Konrad-Martin-Hauses am kleinen Domplatz. In der schönsten Gartenwirtschaft des Libori-Festes bieten ehrenamtliche Helferinnen von Frauengemeinschaften und Schützen aus Bruderschaften und Vereinen verschiedene Spezialitäten wie Waffeln und Wurstbrote an. Auf einem Basar können Kunstgewerbe und Lebensmittelspezialitäten aus fairem Handel erworben werden. Der Erlös aus Missionsgarten und Missionsbasar geht an Entwicklungsinitiativen in Afrika, Asien und Südamerika.  

In diesem Jahr werden gleich mehrere Projekte unterstützt:  

Gesundheitszentrum Gikonto (Rwanda):

Das Gesundheitszentrum liegt im Hochland Rwandas. 14 Krankenschwestern und Krankenpfleger mit Ärztin Dr. Uta Düll betreuen das Umland mit rund 35.000 Patienten jährlich. 29 Betten stehen in der Frauenklinik zur Verfügung, weiteren 29 Betten für anderen Patienten. Der Platzbedarf ist viel größer, so dass ein Anbau von weiteren Krankensälen dringend erforderlich ist. 

Kinderdorf Cristo Rey in Cochabamba (Bolivien):

Wer in Bolivien eine Straftat begeht und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird, braucht die Unterstützung der Familie. So ziehen die Ehepartner mit ins Gefängnis. Den Kindern bleibt keine andere Wahl, als mitzugehen. Doch diese Haftanstalten sind keine Orte für Kinder. Deshalb wurde das Kinderdorf Cristo Rey eingerichtet. Die Mädchen und Jungen leben in verschiedenen Häusern in Wohngruppen von 20 bis 25 Kindern. Die Trägerschaft für diese Einrichtung haben die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel. Geleitet wird das Kinderdorf von Petra Sadura, die von Geseke aus im Jahre 2007 nach Bolivien ausgewandert ist. 

Aus- und Fortbildung im Institut für den Christlich-Islamischen Dialog in Bamako:

Die Zukunft des friedlichen Zusammenlebens der muslimischen Mehrheit und der christlichen Minderheit hängt ganz entscheidend von gut ausgebildeten Ansprechpartnern ab, die sowohl das Vertrauen der Muslime als auch der Christen genießen. Aus diesem Grund haben die Afrika-Missionare ein Institut gegründet für den Christlich-Islamischen Dialog. Aus dem Erzbistum Paderborn ist HaJo Lohre aus Hövelhof als Afrika-Missionar in Mali tätig. 

Seminar für Jugendliche aus der ländlichen Region von Paraguay:

Seit Dezember 2014 ist Wilhem Steckling aus Gütersloh-Spexard als Bischof im Osten Paraguays tätig. Um jungen Leuten die Chance auf eine gute Ausbildung zu geben, hat die Diözese 2006 das Seminar gegründet. Bauliche Erweiterungen und geeignete Möbel sollen die Lebenssituation in dem Seminar verbessern, damit auch mehr Jugendliche aufgenommen werden können.  

‚Priester für Argentinien‘ Adveniat Patenschaftsaktion:

In Lateinamerika fühlen sich viele junge Männer zum Dienst als Priester berufen, es fehlt jedoch das Geld für die Ausbildung. Das Erzbistum Paderborn unterstützt schon seit Jahren die Adveniat Patenschaftsaktion in Argentinien. Die Förderung umfasst die letzten vier Jahre des Studiums der Theologie.    

Der Missionsgarten öffnet am Samstag, 25. Juli, nach der Pontifikalvesper bis 18.30 Uhr. An allen folgenden Tagen des Libori-Festes ist er von 11 bis 18:30 Uhr geöffnet.