Die Liboriusreliquien gelangten aufgrund der Großmütigkeit eines Mannes von Westfranken nach Paderborn: Der damalige Bischof von Le Mans, Aldrich, machte sie Badurad, seines Zeichens Bischof von Paderborn, zum Geschenk.

Zu einem Kultaufschwung trug das Schicksal der Paderborner Liboriusreliquien in den Wirren des 30-jährigen Krieges bei: 1622 eroberte der protestantische Herzog Christian von Braunschweig auf der Suche nach einem Winterquartier die Stadt Paderborn. Dabei plünderte er den Domschatz, auch den Schrein mit den Reliquien des Heiligen Liborius. Auf einem Feldzug, der ihn nach Elsass-Lothringen führte, verkaufte er ihn an den Rheingrafen Philipp Otto, der ihn auf