Das Erzbistum Paderborn von der Säkularisierung bis heute

Im Juni 1996 besuchte Papst Johannes Paul II Paderborn. 1802: Der Einmarsch preußischer Truppen bringt das Ende des Fürstbistums mit sich. Geistliche und weltliche Herrschaft werden getrennt.

1803:  Die fünf bedeutendsten Männerklöster des Bistums werden säkularisiert: Hardehausen, Böddeken, Dalheim, Abdinghof, Marienmünster.

1806: Der Einmarsch französischer Truppen beendet die preußische Herrschaft. Die Säkularisation schreitet dennoch weiter fort.

1821: Neuumschreibung des Bistums Paderborn durch die Bulle „De salute animarum“ (Vereinbarung zwischen Preußen und dem Heiligen Stuhl über die Neuordnung der preußischen Bistümer). Durch die Zuweisung des Bistums Corvey und von Gebieten der Bistümer Köln, Osnabrück, Mainz, Minden, Halberstadt und Magdeburg wird Paderborn zu einem der größten deutschen Bistümer. Paderborn gehört nicht mehr zur Mainzer Metropolie, sondern mit Trier und Münster zum Erzbistum Köln.

Erst 1849 wird die Eingliederung der neuen Teile des Bistums organisatorisch vollendet. Als Architekt des neuen Bistums gilt der Generalvikar und spätere Bischof Richard Dammers (1841-1844).

1871 beginnt der Kulturkampf: Die preußische Regierung versucht mit einem Bündel von Maßnahmen, den Einfluss der katholischen Kirche zurückzudrängen. Als sich Bischof Konrad Martin weigert (1856-1879), den staatlichen Anordnungen Folge zu leisten, wird er 1874 verhaftet.

1930: Mit der Bulle „Pastoralis officii Nostri“ wird das Bistums Paderborn zum Erzbistum erhoben. Zugleich wird die mitteldeutsche Kirchenprovinz gegründet: Dem Erzbistum Paderborn werden als Suffraganbistümer Fulda, Magdeburg und Hildesheim zugeordnet. Die Gebiete um Erfurt kommen an das Bistum Fulda. Das Erzbistum ist zu diesem Zeitpunkt in 60 Dekanate und 533 Pfarreien aufgeteilt.

1958: Das Erzbistum Paderborn tritt an das neu eingerichtete Bistum Essen die Dekanate Bochum, Gelsenkirchen, Hattingen, Wattenscheid und angrenzende Gebietsteile ab.

1965: Erhebung von Erzbischof Lorenz Jaeger zum Kardinalpriester durch Papst Paul VI. am 22. Februar 1965

1994 Magdeburg wird ein eigenes Bistum, die mitteldeutsche Kirchenprovinz wird neu umschrieben (Suffraganbistümer Fulda, Magdeburg, Erfurt).

1996: Papst Johannes Paul II., weilt zu einem Pastoralbesuch vom 21. bis 23. Juni in Paderborn.

2001: Erhebung von Erzbischof  Johannes Joachim Degenhardt zum Kardinalpriester durch Papst Johannes Paul II am 28. Januar 2001