Herausgefordert als Anwältinnen und Anwälte der Menschen

„Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihrem Herzen Widerhall fände.“ (GS 1)
 
Dieses Wort des II. Vatikanischen Konzils greifen Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten in ihrem caritativen Dienst auf. Durch Jesus Christus, den Anwalt der Schwachen und Ausgegrenzten, wissen sie sich beauftragt und zum Handeln herausgefordert:
an der Seite der Menschen, für die Menschen und mit ihnen.

„Anwalt sein“ ist für Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten zuallererst Ausdruck einer Haltung – einer Haltung, die Konsequenzen hat.
Sie fühlen sich herausgefordert als Anwältinnen und Anwälte der Gerechtigkeit gerade dort, wo Menschen in den vielfältigen Formen von Armut in ihrer Menschenwürde beschnitten werden.
 
In der Herausforderung, Anwältinnen und Anwälte der Menschen zu sein, kommt so noch einmal prägnant zum Ausdruck, was Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten  mit ihrem Leitwort verbinden:

  • in Solidarität mit den Menschen in ihren Gemeinden:
    Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Alten, Arbeitslosen, Alleinerziehenden, Behinderten, Trauernden, Kranken, Asylanten, Neueinsteigern, Aussiedlern, Obdachlosen, Orientierungslosen
  • mit wachsamem, kritisch - offenem Blick für gesellschaftliche, kirchliche und politische Entwicklungen und Veränderungen, im Zuhören, Dasein, sich Interessieren, sich treffen lassen, Aushalten, Vermitteln, Schützen, Mitnehmen, Integrieren, Mitgehen, Für-Sprechen, Stimme-Geben, Lebensräume-Schaffen