Drei Priesteramts-Kandidaten werden zu Diakonen geweiht

Weiheliturgie mit Weihbischof Matthias König in der Paderborner Universitäts- und Marktkirche

Drei Männer werden am 21. April in der Paderborner Universitäts- und Marktkirche zu Diakonen geweiht. Im Bild die Leiter des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn und die drei Weihekandidaten (v.l.n.r.) Subregens Matthias Klauke, Patrick Kaesberg, Christian Mersch, Sascha Heinrich, Regens Dr. Michael Menke-Peitzmeyer.pdp / Thomas Throenle Paderborn, 16. April 2018. Auf den Empfang der Weihe zum Diakon bereiten sich derzeit drei Seminaristen des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn vor. Im Auftrag von Erzbischof Hans-Josef Becker wird Weihbischof Matthias König den Weihekandidaten am Samstag, 21. April 2018, in der Universitäts- und Marktkirche in Paderborn durch Handauflegung und Gebet die Diakonenweihe spenden. Die Weiheliturgie für die drei Diakone beginnt um 10.30 Uhr.      

Folgende Kandidaten werden zu Diakonen geweiht:  

  • Sascha Heinrich aus der Pfarrei St. Kilian in Iserlohn-Letmathe. Er wurde 1987 geboren. Nach seiner Berufsausbildung zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik qualifizierte er sich weiter zum Wassermeister (IHK). Von 2012 bis 2013 absolvierte er das Propädeutikum im Erzbischöflichen Priesterseminar und studierte anschließend von 2013 bis 2017 Katholische Theologie im Studienhaus St. Lambert in Lantershofen. Nach seinem Abschluss am überdiözesanen Seminar zur Priesterausbildung wurde er 2017 in den Pastoralkurs des Erzbistums Paderborn aufgenommen. Seine Diakonatsgemeinde wird die Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Siegen, Pastoralverbund Siegen Süd, sein.
  • Patrick Kaesberg aus der Pfarrei St. Martin in Paderborn Schloss Neuhaus. Er wurde 1986 geboren. Nach seinem Abitur am Gymnasium Schloss Neuhaus war er von 2006 bis 2008 Vertragsfußballer in Darmstadt und Aachen. Anschließend absolvierte er ein BWL-Studium in Bergisch Gladbach, das er mit dem Bachelor of Arts abschloss. Von 2012 bis 2017 studierte er in Paderborn, Jerusalem und München Theologie. Sein Theologiestudium schloss er mit dem Magister-Diplom ab. Als Diakon wird er im Pastoralen Raum „Am Phoenixsee“ in Dortmund eingesetzt werden.
  • Christian Mersch aus der Pfarrei St. Margareta in Neuenkirchen (Rietberg). Er wurde 1983 geboren. Nach dem Besuch der Realschule absolvierte er eine Ausbildung zum Verwaltungsfachwirt bei der Stadt Rietberg. Anschließend besuchte er die Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung am Reinhard-Mohn-Berufskolleg Gütersloh, die er mit der Fachhochschulreife abschloss. Nach einer Zeit der Berufstätigkeit besuchte er von 2007 bis 2009 das Clementinum Paderborn und das Westfalenkolleg Paderborn, das er mit dem Abitur abschloss. Er studierte Katholische Theologie an der Theologischen Fakultät Paderborn und an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Mersch wird als Diakon im Pastoralen Raum Dortmund Ost eingesetzt werden.  

Im Anschluss an die Weiheliturgie findet ein Empfang im Erzbischöflichen Priesterseminar statt. Der Tag endet mit einer feierlichen Vesper um 15 Uhr in der Kirche des Leokonvikts.  

Stichwort: Diakon

Das Wort Diakon leitet sich vom griechischen Wort diakonos ab und bedeutet „Diener“, „Helfer“. Ein Diakon ist gesandt zur besonderen Nachfolge Christi. Innerhalb der Kirche bekleidet er ein geistliches Amt, den Diakonat. Seine Aufgaben beschränken sich aber nicht auf den Gottesdienst (leiturgia - Liturgie), vielmehr umfassen sie auch die Verkündigung (martyria – Zeugnis) und den „Dienst am Nächsten“ (diakonia – Diakonie / Caritas) und damit alle drei Grundvollzüge der Kirche. Für einen Diakon ist der „Dienst am Nächsten“ wesentlich, er ist insbesondere dazu aufgerufen, zu den Armen und Kranken, den „Menschen am Rande“ zu gehen. Die von einem Bischof gespendete sakramentale Weihe zum Diakon ist eine Stufe des dreigliedrigen Weihesakraments (Diakon – Priester – Bischof). So ist der Diakon in die Gemeinschaft der Geistlichen, den Klerus, eingegliedert.

Diakone assistieren dem Priester bei der Feier der Eucharistie, verkünden dabei das Evangelium und dürfen predigen. Sie können das Sakrament der Taufe spenden, bei der kirchlichen Eheschließung assistieren, Beerdigungen leiten, Wortgottesdienste feiern und die Kommunion spenden. Die Feier der Eucharistie bleibt den Priestern vorbehalten, ebenso wie die Spendung des Sakramentes der Krankensalbung und des Bußsakramentes.

Verheiratete Männer, die 35 Jahre und älter sind, können nach einer entsprechenden Ausbildung und mit Zustimmung ihrer Ehefrau zum Diakon geweiht werden, um als Ständiger Diakon eingesetzt zu werden. Ständige Diakone üben in der Regel zusätzlich zum Seelsorgedienst einen bürgerlichen Beruf aus. Wer ein Zölibatsversprechen ablegt, kann die Diakonenweihe bereits mit 25 Jahren empfangen. Auch Priesteramtskandidaten werden zunächst zum Diakon und dann zum Priester geweiht.

Bei von einem Diakon geleiteten liturgischen Feiern trägt der Diakon als Amtszeichen die Diakonenstola über dem Chorgewand oder der Albe. Die liturgische Kleidung des Diakons bei der Assistenz in der Eucharistiefeier ist die Dalmatik, die wie das priesterliche Messgewand über Albe und Stola getragen wird.