„Auf dem Weg zur Diakonenweihe“

Drei Seminaristen werden am 21. April in der Paderborner Universitäts- und Marktkirche zu Diakonen geweiht

Drei Männer werden am 21. April in der Paderborner Universitäts- und Marktkirche zu Diakonen geweiht. Im Bild die Leiter des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn und die drei Weihekandidaten (v.l.n.r.) Subregens Matthias Klauke, Patrick Kaesberg, Christian Mersch, Sascha Heinrich, Regens Dr. Michael Menke-Peitzmeyer.pdp / Thomas Throenle Paderborn, 6. April 2018. Derzeit bereiten sich drei Seminaristen des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn auf den Empfang der Diakonenweihe vor: Weihbischof Matthias König wird ihnen am Samstag, 21. April 2018, in der Universitäts- und Marktkirche in Paderborn durch Handauflegung und Gebet die Weihe spenden. In einem Pressegespräch stellten sich die drei Weihekandidaten Sascha Heinrich (Letmathe), Patrick Kaesberg (Paderborn) und Christian Mersch (Neuenkirchen) vor und die Leiter des Erzbischöflichen Priesterseminars informierten über die bevorstehende Weihe.      

Für einen Diakon sei der „Dienst am Nächsten“ wesentlich, er sei insbesondere dazu aufgerufen, zu den Armen und Kranken, den „Menschen am Rande“ zu gehen, führte Regens Dr. Michael Menke-Peitzmeyer als Leiter des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn aus. „Diakone assistieren dem Priester bei der Feier der Eucharistie, verkünden dabei das Evangelium und dürfen predigen. Sie können das Sakrament der Taufe spenden, bei der kirchlichen Eheschließung assistieren, Beerdigungen leiten, Wortgottesdienste feiern und die Kommunion spenden. Die Feier der Eucharistie bleibt den Priestern vorbehalten, ebenso wie die Spendung des Sakramentes der Krankensalbung und des Bußsakramentes“, erläuterte Subregens Matthias Klauke im Hinblick auf den diakonalen Dienst.  

Die drei Weihekandidaten seien auf dem Weg zur Priesterweihe und die jetzt anstehende Weihe zum Diakon sei eine Wegstation zu diesem Ziel, so Regens Dr. Menke-Peitzmeyer weiter. Bewusst sei entschieden worden, den Gottesdienst mit der Weihezeremonie in der Paderborner Universitäts- und Marktkirche zu feiern, um so einen Bezug zum Erzbischöflichen Priesterseminar aber auch zur Theologischen Fakultät Paderborn herzustellen: „So ist ein guter Brückenschlag zu den theologischen Ausbildungsstätten gegeben und rücken zugleich die Kirchengemeinden und Pastoralen Räume in den Blick, in denen die Diakone ihren Dienst tun werden.“  

Sascha Heinrichpdp / Thomas ThroenleAls zukünftigen Diakon sei es ihm in Anlehnung an das Neue Testament wichtig, Zeuge von der ihn erfüllenden Hoffnung zu sein (1 Petr. 3,15), führte Sascha Heinrich aus der Pfarrei St. Kilian in Iserlohn-Letmathe aus. Er wurde 1987 geboren, nach seiner Berufsausbildung zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik qualifizierte er sich weiter zum Wassermeister (IHK). Er studierte von 2013 bis 2017 Katholische Theologie im Studienhaus St. Lambert in Lantershofen. Nach seinem Abschluss am überdiözesanen Seminar zur Priesterausbildung wurde er 2017 in den Pastoralkurs des Erzbistums Paderborn aufgenommen. Über seinen bisherigen Weg sagte Sascha Heinrich: „Die Entscheidung, meinen bisherigen Beruf aufzugeben, habe ich an keinem Tag bereut. Und mit jedem weiteren Schritt habe ich erfahren dürfen, wie meine Beziehung zu Christus gewachsen ist und wie er mich trägt.“  

Patrick Kaesbergpdp / Thomas ThroenlePatrick Kaesberg kommt aus der Pfarrei St. Martin in Paderborn Schloss Neuhaus. Er wurde 1986 geboren. Nach seinem Abitur am Gymnasium Schloss Neuhaus war er von 2006 bis 2008 Vertragsfußballer in Darmstadt und Aachen, anschließend absolvierte er ein BWL-Studium. Von 2012 bis 2017 studierte er in Paderborn, Jerusalem und München Theologie. Er freue sich darauf, als Diakon den Menschen das Wort Gottes verkünden zu können, erläuterte Kaesberg. Ebenso wichtig sei ihm die Vielseitigkeit der Begegnungen mit Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen. Im Hinblick auf sein Leben und seinen bisherigen Weg seien ihm der Gedanke und die Erfahrung der Berufung wichtig.  

Christian Merschpdp / Thomas Throenle„Ich möchte besonders denen ein guter Weggefährte sein, die am Rande stehen, und gemeinsam mit Haupt- und Ehrenamtlichen am Aufbau des Reiches Gottes mitwirken“, sagte Christian Mersch aus der Pfarrei St. Margareta in Neuenkirchen (Rietberg). Er wurde 1983 geboren. Nach dem Besuch der Realschule absolvierte er eine Ausbildung zum Verwaltungsfachwirt. Nach einer Zeit der Berufstätigkeit besuchte er von 2007 bis 2009 das Clementinum Paderborn und das Westfalenkolleg Paderborn. Dann studierte er Katholische Theologie an der Theologischen Fakultät Paderborn und an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Im Rückblick auf seinen bisherigen Weg führte Mersch aus, dass ihm die Vertiefung der Beziehung zu Gott wichtig sei und dabei die Herkunft nicht zu vergessen, aus der heraus Gott rufe.