„Durch die neue Mitte kann etwas Neues entstehen“

Weihbischof Dominicus Meier OSB weihte Altar in renovierter Kirche St. Michael Sennelager ein

Der Kirchenraum von St. Michael Sennelager ist nach dem Umbau nach dem Ellipsenmodell angeordnet.pdp / Ronald Pfaff Paderborn/Sennelager, 2. April 2018. „Durch die neue Mitte kann etwas Neues entstehen“, lud Weihbischof Dominicus Meier OSB die Gläubigen ein, den renovierten und veränderten Kirchraum von St. Michael Sennelager zu nutzen. „Gehen Sie mit Phantasie und Begeisterung in diese Kirche und nehmen Sie die österliche Freude mit in den Alltag.“

Nach einjähriger Bauzeit öffnete die Kirche St. Michael Sennelager zu den Osterfeiertagen wieder ihre Türen. Die Ellipsenform des Kirchraums ist optische die markanteste Änderung. In dieser Anordnung werden auch die unterschiedlichen kommunikativen Situationen des Gottesdienstes - Verkündigung, Gebet, eucharistische Tischgemeinschaft, Prozession – hervorgehoben, stellte Pfarrer Peter Scheiwe heraus. Mit einem Pontifikalamt mit Weihbischof Dominicus Meier OSB wurden am Ostermontag feierlich auch der Altar, das Ambo und das Taufbecken eingeweiht.

Die Segnung des Wassers und des Taufbrunnens sowie die Segnung des Ambos waren die feierlichen Zeremonien vor der Verkündigung des Evangeliums. Die Weihe des Altares ist aufgeteilt in: Beisetzung der Reliquien, Besprechung und Salbung des Altares sowie das Entzünden des Weihrauchs auf dem Altar.   Die ellipsenförmige Anordnung des Kirchraums ließe die Gläubigen enger zusammenrücken, betonte Weihbischof Dominicus in seiner Ansprache.

Rund 130 Gottesdienstbesucher finden Platz auf der neuen Bestuhlung. Durch die Sitzordnung rücken Altar, Ambo und Taufbecken in den Mittelpunkt. Der Zelebrant befindet sich immer in der Mitte. Dies sei auch eine gute Chance, sich immer wieder neu als Menschen im Glauben zu entdecken, so Weihbischof Dominicus.

Weihbischof Dominicus entzündete bei der Weihe des Altars mit dem Licht der Osterkerze Weihrauch.pdp / Ronald Pfaff In seiner Predigt ging der Weihbischof auf die Begegnung der Jünger mit dem auferstandenen Jesu im Evangelium (LK,24, 13-35) ein. Beide Jünger hätten auf Jesus „gesetzt“ und sich eine Zukunft mit ihm vorgestellt. Doch dann sei alles anders gekommen. „Geht es uns nicht oft auch so, dass wir uns einsam und verlassen fühlen, wenn Träume platzen oder Lebenserwartungen verschwinden?“ Doch Jesu habe die Jünger behutsam geleitet auf ihrem Weg. Erst durch die Feier des Abendmahls hätten die Jünger erkannt, dass es der Auferstandene war.

„Geschieht uns das heute auch noch“, fragte der Weihbischof. Es sei doch gut, wenn jemand mitgehe und auch im Herzen verbunden in Gedanken und Liebe folge. Wenn jemand einfach nur da sei. „Das ist das Angebot von Jesu“, so der Weihbischof, der ermunterte, Aufbruch im Leben immer neu zu wagen.

Durch die gemeinsame Eucharistiefeier sei Gott hier in der Mitte. „Deshalb – erhalten Sie diesen Raum mit Leben und neuen Ideen“, erinnerte Weihbischof Dominicus an die Grundidee des neuen Kirchraums in St. Michael: „Gott ist mitten in Ihrer Gemeinde gegenwärtig und möchte Sie in eine gute Zukunft führen.“