Weihe der neuen Domglocken am Ostermontag

Im Anschluss sind die Glocken eine Woche lang öffentlich zu sehen

Domturm Im Westturm des Doms werden die neuen Domglocken bald das Geläute vervollständigen.pdpPaderborn, 21. März 2018. Am Ostermontag erreichen die neuen Glocken für den Paderborner Dom erstmals ihre zukünftige Wirkungsstätte. Nach der Liboribruderschafts-Andacht am 2. April um 15 Uhr findet die Glockenweihe statt, in der Erzbischof Hans-Josef Becker sie für ihre künftige Aufgabe im Turm des Hohen Doms segnet. Sobald das Schlusslied der Andacht verklungen ist, zieht Erzbischof Becker in einer Prozession auf den Domplatz, wo die neue große Glocke „Jesus Christus – unser Friede“ und die kleine Glocke „Maria – Trösterin der Betrübten“ stehen werden.  In einer feierlichen Zeremonie werden sie zunächst mit Weihwasser besprengt und an sieben Stellen für ihren heilenden Ruf gesalbt. Anschließend erfolgt die Chrisamsalbung an den vier aufgegossenen Weihekreuzen. Im Anschluss werden die Glocken für eine Woche, bis zum 8. April, am Ostgiebel des Doms ausgestellt.

Jeden Tag von 8 bis 20 Uhr können alle Interessierten die neuen Domglocken aus der Nähe betrachten. Am Tage flankiert von den Paderborner Schützen und rund um die Uhr durch einen Sicherheitsdienst bewacht, können Fotos geschossen und die Inschriften und Verzierungen der Glocken bewundert werden. „So nah wird man den Glocken wahrscheinlich nicht noch einmal kommen“, vermutet Dompropst Monsignore Joachim Göbel. Sobald die Glocken erst einmal ihren Weg in den Domturm gefunden haben, werden die Paderborner sie hauptsächlich hören und nur die wenigsten sehen.

Die Anfang März erfolgreich durchgeführte Werkabnahme-Prüfung in Asten verspricht ein musikalisch einwandfreies Geläut. Die neuen Glocken, die beide sogar etwas schwerer sind als bestellt – die Große wiegt exakt 13.520 kg, die Kleine 1.008 kg – werden sich harmonisch in die Tonfolge der bestehenden sechs Glocken im Westturm des Doms einfügen.

Beim Gestaltungskonzept der neuen Domglocken wurde bewusst auf eine umfangreiche bildliche Zier verzichtet. Den Dekor der Glocken bilden stattdessen die jeweiligen Inschriftenbänder an der Glockenschulter sowie über dem Wolm und der Schärfe. Weitere dezente Reliefs des Künstlers Brody Neuenschwander aus Brügge (Belgien) auf den Glocken beziehen sich auf deren Patronate und erinnern an die aktuellen pastoralen Schwerpunkte des Erzbistums.