Neuland kennenlernen

14. Kundschaftertag im Pauluskolleg Paderborn

Insgesamt 17 „Kundschafter“ kamen ins Pauluskolleg, um sich über das Berufsbild „Gemeindereferentin/Gemeindereferent“ zu informieren.Foto: PauluskollegPaderborn, 6. Februar 2018. Zum 14. Mal fand jetzt der Kundschaftertag im Paderborner Pauluskolleg statt – hier leben angehende Gemeindereferentinnen und -referenten zu Beginn ihres Studiums an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW). 17 Interessierte aus den (Erz-)Bistümern Paderborn, Osnabrück, Münster, Essen und Aachen informierten sich über die Ausbildung und den Beruf des Gemeindereferenten.      

Seinen Namen erhielt der Kundschaftertag vor 14 Jahren in Anlehnung an die biblische Erzählung aus dem Buch Numeri: Mose sendet Kundschafter in das verheißene Land Kanaan, die bei ihrer Rückkehr von der Beschaffenheit des Landes Kunde bringen sollen. So soll es auch der Kundschaftertag den Interessierten ermöglichen, Neues kennenzulernen und Zukunftspläne zu schmieden.  

Vom Pauluskolleg begrüßten Direktorin Benedetta Michelini und Referentin Anna Mühlberger die Teilnehmer zu Beginn des Tages. Kunde vom Beruf des Gemeindereferenten gab aus erster Hand Bertold Filthaut. Der Gemeindereferent berichtete von seinen Aufgaben im Pastoralen Raum Pastoralverbund Delbrück-Hövelhof. Er erlebe zurzeit viele Aufbrüche in der Kirche, zeigte er sich begeistert. Auch er selbst arbeite an Projekten mit, in denen neue Wege des Glaubenslebens gewagt würden. Aufmerksam für die Bedürfnisse der Menschen zu sein, sei aber nicht nur bei neuen Projekten wichtig. Gleiches gelte zum Beispiel auch in der Erstkommunionvorbereitung, für die Filthaut zuständig ist. „Ich habe einen wirklich tollen Beruf, den ich immer wieder ergreifen würde“, bezeugte er und sprach damit den Interessierten Mut zu.  

In Workshops fand die kreative Auseinandersetzung mit einem Bibeltext statt.Foto: PauluskollegIm Anschluss zeigten die derzeitigen Bewohnerinnen und Bewohner des Pauluskollegs den Interessierten das Haus, in dem Studierende im ersten und zweiten Semester wohnen – und wohin auch viele Studierende der höheren Semester zu Veranstaltungen immer wieder gerne „heimkehren“. „Im Pauluskolleg geht es nicht nur um das gemeinsame Wohnen, hier im Haus gibt es viele Möglichkeiten, den Glauben und die eigenen Begabungen und Fähigkeiten weiterzuentwickeln“, so Referentin Anna Mühlberger nach der Hausführung.  

Zum Text aus dem Markus-Evangelium, der von der Berufung der ersten Jünger erzählt, nahmen die Teilnehmer an einem von fünf Workshops teil, in denen sie sich kreativ mit dem Bibeltext auseinandersetzten. Die Workshops wurden von den Studierenden angeleitet und gestaltet.   Professor Dr. Werner Wertgen, Prodekan des Fachbereichs Theologie an der KatHO NRW in Paderborn, erläuterte den Studiengang Religionspädagogik und verdeutlichte dessen Anliegen, auf die pastorale Arbeit vorzubereiten, sie wissenschaftlich zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Cordula Picht, Ausbildungsleiterin der Studierenden für das Erzbischöfliche Generalvikariat Paderborn, informierte die Interessierten in der Hochschule über das Bewerbungsverfahren.

Spiritual Dr. Andreas Rohde feierte mit den Gästen die Heilige Messe. Foto: PauluskollegFoto: Pauluskolleg„Die Bewerbungsfrist zum kommenden Wintersemester ist auf Mitte Mai terminiert. Bis dahin sind die Bewerbungsunterlagen sowohl bei der Ausbildungsleitung des Erzbistums, als auch bei der Katholischen Hochschule in Paderborn einzureichen. Weitere Informationen dazu sind auf der Homepage des Pauluskollegs und der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Paderborn, zu finden“, so Cordula Picht. Als Vertreterin aller 13 Ausbildungsleitungen der ausbildenden (Erz-)Bistümer beantwortete sie darüber hinaus Fragen und verwies gegebenenfalls an ihre Kolleginnen und Kollegen in den anderen (Erz-)Bistümern.  

Zum Abschluss des Tages feierte der Spiritual des Pauluskollegs, Dr. Andreas Rohde, mit allen die Heilige Messe. Er wünschte den Gästen im Sinne des Evangeliums, die je eigene Berufung zu finden. In seiner Predigt sagte Dr. Rohde, dass ihn die Entschlossenheit der Jünger überrasche. Es gäbe kein Zögern bei ihnen, sondern sie seien Jesus unmittelbar gefolgt. Die Frage, ob auch Christen heute diese unmittelbare Entschlossenheit zeigten, bleibe offen, doch es käme darauf an, sich von Jesus faszinieren zu lassen und ihm nachzufolgen.        

Text: Anna Mühlberger      

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Anna Mühlberger   
  
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