Bedeutsamer Beitrag für den Religionsunterricht

Schulbuchkommission Nord-West trifft sich in Paderborn

Trafen sich in Paderborn (v.l.): Prof. Dr. Manfred Gerwing, Weihbischof Hubert Berenbrinker, Rainer Kost, Prof. Dr. Harald Schwillus und Prof´in Dr. Julia Knop.pdp/Maria AßhauerPaderborn, 5. Februar 2018. Welchen Weg legt ein Schulbuch für den Religionsunterricht eigentlich zurück, bevor es erscheint? Eines steht fest: Der rote Faden auf diesem Weg sind die drei Schulbuchkommissionen der Deutschen Bischofskonferenz, die die Genehmigung und Zulassung von Schulbüchern koordinieren. Die Mitglieder der Schulbuchkommission Nord-West trafen sich jetzt im Erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn.      

Weihbischof Hubert Berenbrinker, Weihbischof in Paderborn und Vorsitzender der Kommission, hatte gemeinsam mit dem Kommissions-Geschäftsführer Rainer Kost aus der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat zu dem Treffen in Paderborn eingeladen. Zur Kommission gehören aus der Disziplin Religionspädagogik Professorin Dr. Mirjam Schambeck SF von der Universität Freiburg und Professor Dr. Harald Schwillus von der Universität Halle/Saale sowie als Professoren für Systematische Theologie beziehungsweise Dogmatik Professor Dr. Manfred Gerwing (Universität Eichstätt) und Professorin Dr. Julia Knop (Universität Erfurt).  

Die Kommissionsmitglieder berieten in Paderborn über aktuelle Entwicklungen in der Arbeit der Schulbuchkommissionen. Auf der Agenda standen Überlegungen zum Verfahrensprozess bei der Zulassung eines Schulbuches und die Erneuerung des Kriterienkataloges, den die Kommissionen bei der Begutachtung der Bücher anwenden.   Neben der inhaltlichen Arbeit war das Treffen aber auch Anerkennung: „Die Arbeit der Schulbuchkommissionen ist ein bedeutsamer Beitrag für den Religionsunterricht und mit einer hohen Verantwortung verbunden. Wir arbeiten seit mehreren Jahren in dieser Runde engagiert zusammen. Das verdient ein Dankeschön“, betonte Weihbischof Hubert Berenbrinker. Daher erlebten die Kommissionsmitglieder in Paderborn einen besonderen Rundgang durch das Zentrum Paderborns – ganz im Zeichen des diesjährigen 950-jährigen Weihe-Jubiläums des Imad-Doms – sowie durch Ausstellung „MORE THAN ROME“ im Erzbischöflichen Diözesanmuseum.      

Wie sieht die Arbeit der Schulbuchkommissionen aus?  
Die drei Schulbuchkommissionen der Deutschen Bischofskonferenz sind den Standorten der Schulbuchverlage zugeordnet. Die Schulbuchkommission Nord-West koordiniert die Zulassung der Schulbücher von Verlagen mit Sitz in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Berlin, Bremen und Hamburg. Entwürfe für neue Schulbücher aus dem Bereich „Nord-West“ landen zunächst auf dem Schreibtisch von Kommissions-Geschäftsführer Rainer Kost aus der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn. Er leitet den Entwurf zwei Personen aus der Schulpraxis zur Begutachtung zu. Mit diesen beiden Gutachten geht der Buchentwurf zu jeweils einem Kommissionsmitgliede aus den Bereichen Religionspädagogik und Systematische Theologie/Dogmatik, so dass zwei weitere Gutachten entstehen. Aus den dann insgesamt vorliegenden vier Gutachten erarbeitet Rainer Kost ein Gesamtgutachten. „Ich verstehe mich als Vermittler zwischen Verlag und Gutachtern“, macht der Jurist seine Rolle deutlich. Nach der Einarbeitung der in dem Gutachten vorgetragenen Monita schlägt die Kommission den einzelnen Bischöfen die Zulassung des Werkes vor. Diese müssen über die Zulassung in ihrer Diözese endgültig entscheiden.