Licht und Liebe durch die Frohe Botschaft

Pontifikalamt mit Erzbischof Hans-Josef Becker in Abteikirche Corvey mit Gästen aus Frankreich

Die Lichterprozession führte Gläubige, Zelebranten sowie die Studenten und Seminaristen der Gemeinschaft „Communauté St. Martin“ durch den beeindruckenden Kreuzgang der alten Abteikirche Corvey.pdp/Claudia Nieser Paderborn/Corvey, 2. Februar 2018. Mit einer Lichterprozession durch den Kreuzgang der alten Abteikirche Corvey begann das Pontifikalamt mit Erzbischof Hans-Josef Becker anlässlich des Besuchs der französischen Gäste der Communauté St. Martin. Die Verkündigung der Frohen Botschaft habe vielen Menschen Licht und Liebe gebracht, betonte der Erzbischof in seiner Ansprache.

100 französische Studenten und Seminaristen der Gemeinschaft „Communauté St. Martin“ bei Le Mans sind derzeit Gast des Erzbistums Paderborn. Mit einem Pontifikalamt mit Erzbischof Hans-Josef Becker und den Konzelebranten Abbé Paul Préaux und Monsignore Andreas Kurte begann am heutigen Freitag das Besuchsprogramm im Weltkulturerbe Corvey und im Kloster Marienmünster.

Gemeinsam mit Erzbischof Becker (3.v.r.) kehrten die Teilnehmer der Prozession am Ende in die Kirche zurück, um dort Pontifikalamt zu feiern.pdp/Claudia Nieser Missionarisch habe die Kirche zu sein, forderte Erzbischof Hans-Josef Becker in seiner Predigt: „Wir brauchen mit unserem Licht nicht hinter dem Berg zu halten.“ Den Gästen aus Frankreich sprach er für ihr Projekt Mut zu. „Viele Berufungen sind Ihnen geschenkt, und damit haben Sie von Gott geschenkte Voraussetzungen, die Frohe Botschaft in die Welt von heute zu tragen. Für diesen Dienst der Evangelisierung möchte ich Ihnen meinen herzlichen Dank sagen – besonders dafür, dass Sie den Mut und Gottvertrauen aufbringen, Ihre Kultur und Heimat zu verlassen und Ihren Dienst in einer anderen kulturellen Umgebung zu tun.“

Vielfach werde in der Kirche dieser Tage nach Wegen in die Zukunft gesucht und nach Antworten auf die Fragen, die die veränderte globale und gesellschaftliche Situation mit sich bringt. Vertrauen auf Gott, Ergebenheit an seinen Willen und Leben seiner Botschaft seien die Schlüssel, in der Welt von heute Zeuge des Evangeliums zu sein.

Studenten und Seminaristen der Gemeinschaft „Communauté St. Martin“ füllten die Bänke der alten Abteikirche Corvey.pdp / Claudia Nieser Die in Frankreich gegründete Priestergemeinschaft Sankt Martin wird mindestens drei Mitglieder entsenden, die den priesterlich-seelsorglichen Dienst in Marienmünster aufnehmen werden. Mit der Entsendung von Geistlichen entspricht die Gemeinschaft von Weltpriestern der Einladung von Erzbischof Hans-Josef Becker, der entsprechend dem Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn wünscht, dass an unterschiedlichen Orten im Erzbistum Zentren entstehen, an denen Menschen mit Gott in Verbindung kommen können, wo sie in ihrem Suchen und Fragen begleitet werden und im Glauben Stärkung erfahren.

In seiner Predigt sprach Erzbischof Becker den Gästen aus Frankreich seinen Dank aus für deren Dienst an der Evangelisierung.pdp/Claudia Nieser Der heilige Martin – der Namenspatron der Gemeinschaft St. Martin – und der heilige Liborius – Patron des Erzbistums Paderborn – waren in ihrer Zeit als Bischöfe von Tours und Le Mans befreundet. Die Bistümer Paderborn und Le Mans sind seit 836 durch einen „Liebesbund ewiger Bruderschaft“ miteinander verbunden. Die Kontakte zwischen dem Erzbistum Paderborn und der Communauté St. Martin bewegen sich somit auf einem 1200-jährigen Pfad. Mit der Zusammenarbeit zwischen dem Erzbistum Paderborn und der Gemeinschaft St. Martin erfährt diese jahrhundertelange Verbindung einen weiteren, neuen Impuls.

Schon am Vortag hatten die Gäste ein umfangreiches Programm in Paderborn. Nach einer gemeinsamen Messfeier in der Krypta des Hohen Doms zu Paderborn besuchten die französischen Studenten die Theologische Fakultät zu einem Gespräch mit Rektor Prof. Dr. Wolfgang Thönissen. Die Leitung der Communauté St. Martin blieb anschließend zum Austausch mit den Professoren der Fakultät und dem Regens des Erzbischöflichen Priesterseminars, Dr. Michael Menke-Peitzmeyer.