60-köpfige Wallfahrergruppe aus dem Erzbistum pilgert ab Großen Auerberg

23. Hungertuchwallfahrt des Erzbistums Paderborn zur bundesweiten Eröffnung der MISEREOR-Fastenaktion in München

Die Hungertuchwallfahrer aus dem Erzbistum Paderborn nehmen in diesem Jahr zum 23. Mal an der MISEREOR-Fastenaktion teil.Dekanat Siegen Paderborn/Siegen/Olpe, 1. Februar 2018. Die 23. Hungertuchwallfahrt des Erzbistums Paderborn zur Eröffnung der MISEREOR-Fastenaktion in München findet in der Zeit vom Karnevalsdienstag, 13. Februar, bis zum Ersten Fastensonntag, 18.Februar 2018, statt. „Heute schon die Welt verändert?“ lautet das Leitwort der diesjährigen MISEREOR-Fastenaktion. Am Karnevalsdienstag startet die Wallfahrtsgruppe in aller Frühe mit dem Reisesegen von Pilgerpfarrer Dechant Karl-Hans Köhle aus Siegen. Die Hungertuchwallfahrer aus dem Erzbistum Paderborn pilgern zu Fuß vom Großen Auerberg bis nach München und tragen dabei das Hungertuch „Ich bin, weil du bist“ des afrikanischen Künstlers Chidi Kwubiri mit sich.

Zum 23. Mal wird am Karnevalsdienstag eine rund 60-köpfige Wallfahrergruppe aus dem Erzbistum Paderborn zur Hungertuchwallfahrt starten. Der Fußweg, bei dem das vom nigerianischen Künstler Chidi Kwubiri gestaltete Hungertuch mitgetragen wird, führt die Pilgergruppe durch die beeindruckende Voralpenlandschaft nach München, wo am 18. Februar 2018 die MISEREOR-Fastenaktion  bundesweit eröffnet wird. Die Wallfahrt will dem Anliegen von MISEREOR dem globalen Dialog zwischen Gebenden und Nehmenden anzuregen unterstützen und zugleich einen persönlichen Weg zur Gestaltung der Fastenzeit eröffnen. Feste Bestandteile der Wallfahrt sind besondere Gottesdienste, Impulse, Schweigestunden, musikalische Beiträge und Begegnungen. Wegstationen und Übernachtungsorte sind: Bernbeuren, Lechbruck, Peiting, der Hohe Peißenberg, Raisting, Kloster Andechs, Weßling und schließlich München.

Die Hungertuchwallfahrt des Erzbistums Paderborn, deren Vorbereitung das Dekanat Siegen übernommen hat, bietet den Teilnehmenden wieder einige Höhepunkte. Die Paderborner Gruppe freut sich darauf auf dem König-Ludwig-Weg und über die Höhen am Ammersee und Andechs zu laufen. Das bewährte Team der Organisatoren und Begleiter der Wallfahrt um den Dekanatsreferenten Christoph Schüttler bestehend aus Jochen Voß, Hermann-Josef Günther, und Pfarrer Karl-Hans Köhle möchte mit den anderen Pilgern die  Herausforderung annehmen, die aktuellen weltweiten Themen der Gerechtigkeit in die Gruppe zu tragen und ins Gebet und unter die Füße zu nehmen.

Am Karnevalsdienstag, 13. Februar 2018, werden die Wallfahrer aus dem Erzbistum Paderborn von Bernbeuren aus ihren ca. 100 km langen Fußweg starten. In einer Statio zu Beginn wird ihnen Pilgerpfarrer Karl-Hans Köhle den Reisesegen spenden. Anschließend führt der etwa 8 km lange Weg „zum Einlaufen“ nach Lechbruck am Lech. Das Leitwort dieses ersten Tages ist „sich vom Leben berühren lassen.“

Mit einer stolzen Anzahl von Wallfahrern ist das Erzbistum Paderborn bei der Hunterwallfahrt in jedem Jahr vertreten.Dekanat Siegen Am Aschermittwoch, 14. Februar, lautet das Leitwort der Hungertuchwallfahrer „Das Leben auskosten“. Der rund 24 Kilometer lange Fußweg führt die Pilger auf anspruchsvollen und abwechslungsreichen Wegen vom Lech bis ins Ammertal. Abends wird der  Aschermittwochsgottesdienst gefeiert. Übernachten wird die Gruppe im Pfarrzentrum Peiting.   Am Donnerstag, 15. Februar, gehen die Hungertuchwallfahrer im Zentrum des Pfaffenwinkels über den Hohen Peißenberg und Wessobrunn nach Raisting. Ihr Leitwort dieses Tages ist: „Auf das Leben hören.“ Nach 26 km erreichen sie ihr Ziel, wo sie abends den Tag wieder mit der Komplet beschließen werden.

„Das Leben sehen lernen“ ist das Leitwort für Freitag, 16. Februar. Nach einer morgendlichen Eucharistiefeier führt der Weg 28 Kilometer über die Höhen am Ammersee bis zum Kloster Andechs. Nach einer Mittagspause plant die Gruppe am späten Nachmittag im „Pfarrstadl“ in Weßling anzukommen, wo sie übernachten und am nächsten Morgen frühstücken wird.

Am Samstag, 17. Februar 2018, pilgern die Hungertuchwallfahrer aus dem Erzbistum Paderborn nach einem Startimpuls zu dem Leitwort „Das Leben atmen“ an Oberpfaffenhofen vorbei nach München. Für 12 Uhr ist ein Treffen mit einer weiteren MISEREOR-Wallfahrtsgruppe geplant. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in St. Philippus feiern die Wallfahrer um 14 Uhr einen Gottesdienst mit Weihbischof zu Stolberg, Msgr. Pirmin Spiegel, dem Hautgeschäftsführer von Misereor, und indischen Priestern.

Am ersten Fastensonntag, 18. Februar, nehmen die Hungertuchwallfahrer um 10 Uhr am feierlichen Gottesdienst teil, mit dem die Misereor Fastenaktion 2018 bundesweit eröffnet wird und der in der ARD live übertragen wird. Diesem Gottesdienst wird Erzbischof Reinhard Kardinal Marx vorstehen, der bekanntlich ein „Geseker Junge“, Weihbischof im Erzbistum war und deshalb der Paderborner Gruppe besonders verbunden ist. Im Anschluss an einen Empfang in der Bayrischen Staatskanzlei mit Gästen aus dem Partnerland Indien und Vertretern aus Kirche und Politik fahren die Wallfahrer aus dem Erzbistum Paderborn zurück in ihre Heimatgemeinden.

Die Wallfahrt wird wieder begleitet vom Malteser-Hilfsdienst Olpe.